Mit seinem Projekt Die Quittung arbeitet Josen Bach seit mehreren Jahren an einer eigenständigen Form deutschsprachiger Popmusik, die sich weniger über stilistische Zuschreibungen definiert als über Haltung und Beobachtung. Seine Songs bewegen sich zwischen persönlicher Erfahrung und gesellschaftlicher Reflexion — stets mit einem Blick für die leisen Verschiebungen im Alltag einer Gegenwart, die von Beschleunigung, Selbstoptimierung und wachsender Unsicherheit geprägt ist.
Das dritte Album »Extrawelt« markiert innerhalb dieser Entwicklung einen neuen Fokus. Während frühere Veröffentlichungen stärker episodisch angelegt waren, verdichten sich die neuen Songs zu einer klareren thematischen Linie. Im Zentrum stehen Fragen nach Leistungsdruck, Zweifel und dem Bedürfnis nach Gemeinschaft — also nach jenen Spannungen, die das Leben in einer spätmodernen Gesellschaft prägen: der Wunsch nach Selbstverwirklichung einerseits und das Gefühl permanenter Überforderung andererseits.
Die Texte von Die Quittung entstehen aus konkreten Beobachtungen, verweigern sich jedoch einer rein autobiografischen Lesart. Stattdessen öffnen sie einen Resonanzraum, in dem individuelle Erfahrungen in einen größeren Zusammenhang gestellt werden. Nähe, Distanz, Selbstbehauptung und Erschöpfung erscheinen dabei nicht als private Zustände, sondern als geteilte gesellschaftliche Erfahrungen.
Musikalisch bewegt sich das Projekt weiterhin in einem offenen Feld zwischen Klavier, Band–Sound und alternativer Poptradition. Die Songs folgen keiner stilistischen Orthodoxie, sondern entwickeln ihre Form aus der Logik der Texte heraus — mal reduziert und erzählerisch, mal rhythmisch verdichtet. In dieser Verbindung aus lakonischer Sprache und musikalischer Klarheit lassen sich lose Bezugspunkte zu Songwriter–Traditionen von Randy Newman oder Rio Reiser erkennen, ohne dass Die Quittung darin aufgeht.
Produziert wurde »Extrawelt« gemeinsam mit Rolf Blumig im Leipziger Haunted Haus Studio und das Mastering übernahm Fritz Brückner. »Extrawelt« versteht sich weniger als abgeschlossenes Album im klassischen Sinne, sondern als Teil eines fortlaufenden künstlerischen Prozesses. Die Songs suchen nicht nach einfachen Antworten, sondern nach einer Form, in der sich Gegenwart überhaupt erst erzählen lässt.
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