In the organizer's words:
Spargel in Bayern als Garten- und Ackerfrucht
Zu den regionalen Anfängen eines exotischen Gemüses
Prof. em. Dr. Wolfgang Wüst (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)
Ausgehend von seinem Status als exotisches Prestigeobjekt in den Stuttgarter Hofgärten 1562 zeichnet Prof. Wüst in seinem Vortrag die Entwicklung des Spargels in Bayern quellenbasiert nach. Steuerlisten aus der Gegend um Neuburg an der Donau geben erste Hinweise auf frühen Ackeranbau von Spargel. Und wie stand es in Franken mit dem Spargelanbau? Im Zuge der kritischen Durchsicht erweisen sich bisher anerkannte Meinungen zum großflächigen Spargelanbau im heutigen Bayern (Abensberg und Schrobenhausen) als haltlos und müssen vom 17. und 18. auf das frühe 19. Jahrhundert verschoben werden. Aus Nachrichtenblättern ist zu erfahren, dass der lokale Kleinanbau als Genuss- und Heilmittel in einigen kleinen fränkischen Gebieten bereits Mitte des 18. Jahrhunderts rentabel war und seine Abnehmer und Käufer fand. Zur gleichen Zeit beschäftigten sich auch deutsche Journalisten mit dem kostbaren Gemüse und veröffentlichten in Anlehnung an die eingangs vorgestellten altgriechischen Autoren Aufsätze und Ratgeber über dessen Anbau und Verwendung in nördlichen Klimazonen. Historische Spargelrezepte schließen den Vortrag ab.
In Kooperation mit dem Historischen Verein Schweinfurt e.V.
Vereinsmitglieder erhalten freien Eintritt an der Abendkasse.
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