FOTO: © Marco Borggreve

Auf neuen Wegen

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Britisches Understatement ist eine echte Tugend. Aber es kann zuweilen auch leicht groteske Züge annehmen: Eigentlich sei er ja gar nicht so begabt, behauptete Benjamin Grosvenor vor einigen Jahren. Seine grandiose Karriere, die er bereits als Jugendlicher begann und die ihn inzwischen zu einem der weltweit gefragtesten Pianisten gemacht hat, erzählt allerdings eine andere Geschichte. Immer wieder hebt die internationale Presse seine fulminanten technischen Fähigkeiten in Kombination mit Klangsinn und dem Mut zu poetischer Versenkung hervor. Genau die richtige Mischung also für Sergej Rachmaninows 2. Klavierkonzert, diesem bravourösen Paradestück zwischen waghalsiger Tasten-Akrobatik und stiller Innenschau.

Wo Rachmaninow zum Freiflug der großen Gefühle ansetzt, da verharrt Sergej Prokofjew im ernsten Rückblick. Seine dunkel timbrierte 6. Sinfonie ist eine Reflexion über die Schrecken des Zweiten Weltkriegs, ein Meisterwerk voller Schmerz und Wehmut. »Jeder von uns hat noch nicht vernarbte Wunden. Der eine verlor ihm nahestehende Menschen, der andere seine Gesundheit«, so der Komponist.

Der dänische Dirigent Thomas Søndergård, Chefdirigent des Minnesota Orchestra und des Royal Scottish National Orchestra, öffnet die Tore zu einer tief berührenden Welt der Melancholie.

Programm

Sergej Rachmaninow
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 c-Moll op. 18
1900–01

Sergej Prokofjew
Sinfonie Nr. 6 es-Moll op. 111
1947

Besetzung

Benjamin Grosvenor Klavier
Thomas Søndergård Dirigent

Preisinformation:

Tickets für junge Erwachsene für 8 € Preise 60/48/38/26/20/12 €

Location

Kölner Philharmonie Konzerthaus
Kölner Philharmonie
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