Ein Brückenschlag zwischen Dokumentation, Theater und Aktivismus – ein Plädoyer gegen das Aufgeben: berührend, eindringlich, zuversichtlich
Seit 2018 untersuchen Laura Uribe und Sabina Aldana L.A.S. [Laboratory of Sustainable Artists] das Phänomen des gewaltsamen Verschwindenlassens in Mexiko. Sie entwickeln performative Strategien, um das Verbrechen sichtbar zu machen und durch Kunst ins Handeln zu kommen. Zu Beginn ihrer Recherche lag die offizielle Zahl der Verschwundenen bei etwa 32.000 Menschen – heute sind es über 130.000. Angesichts dieser unaufhörlich eskalierenden Gewalt stellt sich die Frage: Warum Kunst, wenn Menschen verschwinden?
Als Antwort wollten die beiden Künstlerinnen 2025 am Maxim Gorki Theater in Berlin eine Pop-up-Boutique eröffnen. Das Angebot: multifunktionale Designerkleidung für das Überleben im Globalen Süden, Werkzeug für das Suchen von Körpern und Damenunterwäsche gegen das Verschwinden. Für PERFORMING DEMOCRACY präsentieren Laura Uribe und Sabina Aldana ihre Verkaufsobjekte in einer performativen Lecture und blicken auf sieben Jahre zurück, in denen sie gemeinsam mit den Angehörigen der Verschwundenen in selbstorganisierten Suchtrupps in Bergen, im Wüstensand und im Gestrüpp nach Körpern suchten. Ihre politische Recherche und persönliche Erfahrung verweben sie mit ihrer aktivistischen Agenda und ihren künstlerischen Fragen.
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