Unter dem Titel In memoriam versammelt dieses Kammerkonzert Werke, die die Erinnerung nicht verklären, sondern hörbar machen. So entfaltet Henry Purcells Chaconne aus der strengen Wiederkehr ihrer Bassfigur eine stille Gravität und bewegt zum Innehalten. Benjamin Brittens Zweites Streichquartett, das der Komponist anlässlich Purcells 250. Geburtstag schrieb, kombiniert formale Klarheit mit einer zutiefst persönlichen Tonsprache, die das Erinnern nicht zitiert, sondern weiterdenkt. Bei György Kurtág steckt die Erinnerung direkt im Titel und kondensiert Trauer auf wenige Gesten: auf Bruchstücke, Pausen, wie leise Widerstände gegen das Vergessen. Dmitrij Schostakowitschs 15. Streichquartett wird schließlich zum radikalen Abschied – sechs langsame Sätze, durchzogen von Erstarrung, Zweifel und bitterer Konzentration.
Henry Purcell
Chaconne g-Moll, Z. 730
Benjamin Britten
Streichquartett Nr. 2 C-Dur, op. 36
Pause
György Kurtág
»Officium breve in memoriam Andreae Szervánzky«, op. 28
Dmitrij Schostakowitsch
Streichquartett Nr. 15 es-Moll, op. 144
Korbinian Altenberger Violine
Lorenz Chen Violine
Benedict Hames Viola
Jaka Stadler Violoncello
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