Mit C A R P A T H I A – Der Mythos der Untoten begibt sich der rumänische Choreograph Edward Clug auf eine choreographische Spurensuche nach den Ursprüngen des Dracula- und Vampirmythos. Ausgangspunkt ist Bram Stokers 1897 erschienener Roman Dracula, der in München seinen Anfang nimmt, ebenso wie dessen prägende filmische Adaptionen von Friedrich Wilhelm Murnaus expressionistischem Klassiker Nosferatu aus dem Jahr 1922 bis zu Werner Herzogs Neuinterpretation von 1979. Folgerichtig kehrt Clugs Ballett an den literarischen Ursprung zurück und feiert seine Uraufführung im Münchner Nationaltheater. Das Werk entfaltet sich als Abfolge ritueller Zustände, in denen Bedeutung aus stetiger Transformation entsteht. Im Zentrum steht ein fundamentaler Bruch, der Verlust des Gleichgewichts zwischen dem Menschen und der ihn umgebenden, als heilig gedachten Ordnung. Unsterblichkeit erscheint dabei nicht als Verheißung oder Macht, sondern als schwere Last. Der menschliche Körper wird zum zentralen Ort, an dem dieser Bruch sichtbar, spürbar und ertragbar wird. Die eigens für diese Produktion komponierte Musik von Milko Lazar formt Zeit als Puls und Atem und begleitet den Weg vom Bruch hin zur Verwandlung. Für das Bühnenbild zeichnet Marko Japelj verantwortlich, die Kostüme entwirft Leo Kulaš.
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