Der Hybrid „Kohlhaas geschlagen“ ist eine Kreuzung aus Literatur und Sound. Ein trojanisches Pferd mit Schlagzeug im Kofferraum. Galoppierend bahnt sich der Text über den Rhythmus einen Weg ins Bewusstsein. Dort angelangt sorgt er für allerlei Unruhe. Er ist die schonungslose Bestandsaufnahme schreiender Ungerechtigkeiten und Rhythmus gewordene Reflexion zu Anteilnahme und Zerstörung.
Naomi Saupes Adaption verhandelt nicht, sie brennt, und macht so Platz, für die Wut von all jenen, die sonst nicht gehört werden. Ob gelesen oder geschlagen: Jannik Rodenwaldt, Schauspiel und Paul Heinken, drums, verhelfen dem Wort zum Klang und dem Text zur Sprache – das Schlagzeug liest weiter, wo Stimme nie vorhanden war.
Kein Geheimnis: Kleists Originaltext handelt von gestohlenen Pferden auf ausgetretenen Pfaden. „Kohlhaas geschlagen“ räumt auf und stellt sich der Realität: Der Abend fordert heraus, formuliert Grenzen und verlangt Positionen. Wer keine Lust auf Ungewohntes hat, bleibt besser zu Hause.
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