FOTO: © Sébastien Capouet

Darko Radosavljev: There is no picture of my parents and me (until there was)

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Wie prägen die Fotos unserer Familien das Bild, das wir von uns selbst entwickeln? Wenn es kein gemeinsames Bild von einem selbst mit den eigenen Eltern gibt, weil sie früh starben, wie lässt sich dann die eigene Körperlichkeit entwickeln, verändern oder umdenken? In einem Solo lässt Darko Radosavljev sich selbst und die Zuschauer*innen zum Teil eines sich fortwährend wandelnden Familienbildes werden: Anstelle das „eine Bild“ zu ersetzen oder immer weiter zu suchen, entsteht im Laufe der Performance ein mannigfaltiges Bild mit wandelnden Rollen. There is no picture of my parents and me (until there was) hinterfragt körperliche Zuschreibungen, Familienidentitäten sowie performative Dimensionen von Geschlecht. Geprägt durch die unterschiedlichen Stile im modernen wie zeitgenössischen Tanz, begreift Radosavljev diese verschiedenen Stile als Einladung, eine eigene choreographische Perspektive zu entwickeln. Mit dem eigenen Körper und im Dialog mit den Zuschauer*innen, lädt das Stück als choreografische Spurensuche ein, sich selbst kritisch in Bezug zu Fragen über familiäre Zugehörigkeit, körperliche Erinnerung und sanfte Wehmut zu setzen.

Darko Radosavljev, geboren in Serbien, arbeitet und lebt als Choreograf und Tänzer in Essen und Berlin. Er studierte Tanz und Choreografie an der Folkwang Universität der Künste in Essen und bei P.A.R.T.S. in Brüssel, sowie Kunst und Politik an der Goldsmiths University of London und an der London School of Economics. Er war von 2010 bis 2015 erster Tanzstipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und erhielt 2018 für sein Solo-Stück Seascape die Einstiegsförderung der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Seine Arbeiten wurden bei der Liverpool Biennial, Performing Arts Festival Berlin, Act! Bilbao, Tanzfabrik Berlin, Uferstudios Berlin, tanzhaus nrw, Pact Zollverein und tanz nrw gezeigt. Darko Radosavljev war von 2017 bis 2023 Ensemblemitglied des Folkwang Tanzstudio und arbeitete u. a. mit dem Tanztheater Wuppertal Pina Bausch, Anne Teresa de Keersmaeker, Boris Charmatz, Reinhild Hoffmann, Xavier Le Roy, Susanne Linke und Nevin Aladağ zusammen. There is no picture of my parents and me (until there was) ist die zweite Koproduktion zwischen ihm und dem tanzhaus nrw.

Dauer: ca. 60 Min.

Rahmenprogramm
Datum Rahmenprogramm
Fr 22.05. 18:00 Offene Probe
Sa 30.05. im Anschluss

Talk: Panel

Location

tanzhaus nrw
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