Das tragische Schicksal der Sonate Nr. 2 (Uraufführung) – Volkstheater Bezirke
Als Chopin seine Marche funèbre komponierte, hätte er wohl kaum gedacht, dass diese Musik einmal bei Begräbnissen ideologisch völlig gegensätzlicher Führer:innen erklingen würde. Genau von dort aus öffnet diese Arbeit ihren Blick: Was passiert, wenn Musik ihrer Freiheit beraubt und zur Bühne für Macht wird, wenn Klänge nicht mehr für sich sprechen dürfen, sondern zur Glorifizierung instrumentalisiert werden. Wird in solchen Momenten nicht auch etwas begraben, nämlich die Musik selbst.
Mit unnachahmlicher Schärfe und feinem Humor sezieren Lina Majdalanie und Rabih Mroué das Zusammenspiel von Macht, Tod und Musik. Das aus Beirut stammende, heute in Berlin lebende Künstler:innen-Duo verbindet Analyse mit Leichtigkeit, politische Geschichte mit pointierter Bühnenkunst und stellt dabei Fragen, die lange nachklingen. Eine Koproduktion mit den Wiener Festwochen / Freie Republik Wien.
Das Volkstheater ist barrierefrei über die Rampe auf der Seite der Neustiftgasse erreichbar, es gibt bis zu acht Rollstuhlstellplätze, eine Voranmeldung wird empfohlen. Der Zugang zur Roten Bar und zum Weißen Salon ist barrierefrei per Aufzug möglich, der Lift befindet sich beim Eingang Café Liebling auf der Seite Burggasse. Die Dunkelkammer ist nicht barrierefrei. An ausgewählten Spieltagen wird Audiodeskription für blinde und sehbehinderte Menschen angeboten, außerdem gibt es eine Induktionsschleife in der 1. bis 4. Reihe Cercle.
Diese Inszenierung beinhaltet Stroboskop-Effekte sowie laute Detonationsgeräusche.