Sonderveranstaltung anlässlich des Ende des 2. Weltkriegs am 8. Mai 1945 im Rahmen unserer Filmreihe Diskursion – Die Reihe für den politischen Film
Mit anschließendem Themengespräch mit Dr. Johannes Spohr (Historiker, Present-past.net. Kontakte-Kontakty e.V.)
In Kooperation mit Bildungsstätte Anne Frank & Omas Gegen Rechts Frankfurt
Die meisten Deutschen, die damals für das NS-Regime waren, haben nach 1945 nie wieder über diese Zeit gesprochen. In fast allen deutschen Familien war das Thema tabu: Das Ungesagte. Der Film wählt einen psychologischen Ansatz, um herauszufinden, was diese Menschen damals genau dachten und fühlten - und wie sie heute ihre Beteiligung bzw. Involviertheit in das NS-Regime beurteilen. Die Aussagen sind schmerzhaft ehrlich, teils verstörend, aber auch berührend, dabei gleichermaßen geprägt von moralischem Zwiespalt, verdrängten Schuldgefühlen, Trauma und Trauer. Zudem erzählen auch jüdische Überlebende, und erhellen die bis heute verbliebenen blinden Flecken in der Perspektive der damaligen Mehrheitsgesellschaft. Die Verbindung beider Perspektiven eröffnet unerwartete, erschütternde Erkenntnisse.
Im Anschluss an die Vorstellung wird es ein Themengespräch mit dem Berliner Historiker Dr. Johannes Spohr statt. Er betreibt den Recherchedienst present past zum Nationalsozialismus in Familie und Gesellschaft (present-past.net) und bietet an Recherche-Hilfe zum Nationalsozialismus in der eigenen Familiengeschichte zu leisten.
Deutschland 2025; Regie: Patricia Hector, Lothar Herzo
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