Der Westberliner Flughafen Tempelhof, 1962: Wegen Nebels ist der Flugverkehr eingestellt. Ein gutes Dutzend gestrandeter Passagiere ist gezwungen, die Nacht am Boden zu verbringen. In locker verbundenen Episoden zeichnet der Film ein facettenreiches Bild aus Begegnungen und Gesprächen – so zwischen einem mittellosen Starlet und zwei fragwürdigen Kavalieren, einem Farmer aus Afrika und einer interessierten Flughafenangestellten. Ferner bevölkern den nächtlichen Reigen eine Ehefrau mit italienischem Geliebten, ein betrügerischer Geschäftsmann und eine polnische Jazzband …
Ohne fertiges Drehbuch in 45 Nächten nach Betriebsschluss in der Tempelhofer Abfertigungshalle gedreht, verdichtet sich DIE ENDLOSE NACHT zum wirklichkeitsnahen Gesellschaftsbild. Besetzt ist es mit Charakteren, deren oftmals improvisierte Dialoge das Ohr am Puls der damaligen Gegenwart hatten. Und mit dem Geschäftsmann auf der Suche nach Geld könnte der Regisseur sich selbst porträtiert haben: Um den Film ohne Fördermittel realisieren zu können, nahm Tremper eine Hypothek auf sein Eigenheim auf. (Text: Berlinale)
West Berlin’s Tempelhof airport in 1962. The airport is socked in by fog and no planes can take off or land. A dozen or more passengers are stranded and have to spend the night in the airport. Loosely connected episodes make up a diverse whole of encounters and conversations – for instance, between a penniless starlet and two shady gentlemen, a farmer from Africa, and an airport employee looking to get married. Also among the denizens of this involuntary soirée are a wife with an Italian lover, a crooked businessman and a Polish jazz band… Will Tremper has created a soap opera with documentary underpinnings. Shot without a finished script over 45 nights, after closing time in Tempelhof’s central hall, with original sound, The Endless Night gels into a realistic portrait of society. It is peopled with believable characters whose often-improvised dialogue seems perfectly in sync with the time. And the director might have been drawing a self-portrait with the character of the businessman in search of money – to make the film without subsidies, Tremper took out a mortgage on his own home. (Text: Berlinale) / German original version without subtitles.
Preisinformation:
7,50 € (regulär) • 6,00 € (ermäßigt*) • 3,50 € (mit Leipzig-Pass, Schwerbehindertenausweis, Ehrenamtspass) • Filme ab 130 min Länge: + 1,00 € • Tickets sind im Online-VVK erhältlich (zzgl. 0,70 € VVK-Gebühr), Restkarten an der Abendkasse.
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