Graf Almaviva will sich anlässlich der Hochzeit von Figaro und Susanna noch einmal das längst abgeschaffte „Recht der ersten Nacht“ gönnen und setzt damit eine Maschinerie aus Verwirrungen, Intrigen und Zweifeln in Gang, die schließlich zur Entlarvung des gräflichen Machtmissbrauchs, aber auch der Möglichkeit des Verzeihens führen. Nur ein Komponist wie Mozart konnte das Charakterbild einer Gesellschaft im Umbruch und eines noch einmal seine Privilegien auslebenden Adels, der blindlings in den eigenen Ruin rennt, auf derart atemberaubende Weise zeichnen. In der Inszenierung von Lydia Steier kommt Die Hochzeit des Figaro als ebenso tiefgründiges wie unterhaltsames Spiel zurück auf die Bühne, das auf bitterböse Weise das ursprünglich Revolutionäre als leere Behauptung einer frustrierten Gesellschaft entlarvt, die sich im System eingerichtet hat.
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