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Finnisage | UTOPIE HEIMAT

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Zwei Worte, die sich widersprechen – und zugleich bedingen.

Gezeigt werden Werke, die teils bereits in der Villa Sponte vertreten waren, teils neu zu diesem Thema entdeckt wurden. Druckgrafik begegnet Fotografie, Zeichnung trifft auf Skulptur, Malerei auf Objekt. Es entsteht kein Nebeneinander, sondern ein Panorama unserer Gegenwart und Geschichte.

Im Zentrum stehen „Dream City“ von Johann H. Behrends aus Bremen und „Die Kathedrale“ von Pierluigi Slis aus Italien. Die Skulptur „Dream City“ aus Stein und Eisen wirkt archaisch und schwer – doch in ihrem Inneren glimmt Licht. Heimat erscheint hier als fragile Konstruktion, die Verantwortung verlangt. „Die Kathedrale“ hingegen erhebt sich monumental und intensiv. Sie ist Schutzraum und Machtzeichen zugleich – ein Sinnbild für die Ambivalenz von Institution, Geschichte und Zugehörigkeit.

Weitere Arbeiten erweitern den Blick. „Wasche Dir gründlich die Hände“ reflektiert Alltag nach der Pandemie. „Hohlweg“ (1947) und „Kein Name“ verweisen auf die leisen und lauten Narben von Krieg und Flucht und thematisieren existenzielle Fragen von Heimat und Überleben.

Humor und Ironie finden ebenso Raum wie Melancholie und politische Dringlichkeit. Der „Geschichtenerzähler“ erinnert an die Kraft des freien Wortes, das „Portrait einer Frauenrechtlerin aus Syrien“ verleiht Widerstand ein Gesicht. „Stadion II“ zeigt Gemeinschaft als geteilte Leidenschaft, „Plastic Love“ verbindet Schönheit mit ökologischer Mahnung.

Von Bremen über Cuba bis nach Burkina Faso, Vietnam und Syrien spannt sich ein geografisches und emotionales Geflecht. Heimat erscheint nicht als abgeschlossenes Territorium, sondern als Prozess – als Erinnerung, Sehnsucht und Verantwortung.

Villa Sponte zeitkultur e.V.
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