Something old something new
Die Leica Galerie Düsseldorf präsentiert bis zum 23. April die Ausstellung SOMETHING OLD SOMETHING NEW der Düsseldorfer Künstlerin und Fotografin Mareike Foecking. Im Zentrum stehen mehrteilige, raumgreifende Fotoinstallationen, die sich mit den Herausforderungen und Umbrüchen der zeitgenössischen Bildkultur auseinandersetzen.
Foeckings Arbeiten bewegen sich zwischen dokumentarischer Fotografie und konzeptueller
Inszenierung; zwischen analoger Aufzeichnung und digitaler Generierung. Ihre Serien zeigen, wie stark sich reale und virtuelle Bildwelten heute überlagern, durchdringen und in neuen ästhetischen Formen begegnen.
Gezeigt werden vier zentrale Werkreihen:
• In There Out There: Eine poetisch verdichtete Form der Street Photography, in der Spiegelungen, Lichtstimmungen und Farbräume das alltägliche Stadtleben in eine fast surreale Bildwelt transformieren.
• Blocked Shops: Aufnahmen aus der Karnevalszeit auf der Düsseldorfer Königsallee, in denen verbarrikadierte Luxusfassaden, Logos und spontane Graffiti miteinander kollidieren und so urbane Bildinszenierungen zwischen Konsum und Chaos erzeugen.
• Imagine: Eine Reflexion über Bildherkunft und -zukunft, in der analoge Kontaktbögen mit selbst produzierten Bildern und KI-generierten Bildwelten verschmelzen. Die auf Glas gedruckten Werke schlagen zudem eine Brücke zu den Anfängen der Fotografie.
• something old, something new: In den tagebuchartigen, visuellen Aufzeichnungen hält die Fotografin alltäglich Momente fest. Fotografisch wird hier traditionelle Technologie der Leica R3 und dem Festschreiben von Licht auf analogem Filmmaterial mit einer gegenwärtigen Methode der Weiterverarbeitung verbunden. Zugleich findet sich diese Thematik der alten und neuen Technologie auch in den Motiven wieder. Mareike Foecking stellt mit ihrer Arbeit nicht nur Bilder aus, sie stellt sie auch zur Diskussion: Wie beeinflussen digitale Bilder unsere Vorstellungen von Realität, Gesellschaft und Identität? Welche Rolle spielen sie in einer Zeit zunehmender algorithmischer Steuerung, politischer Verschiebungen und visueller Reizüberflutung?
Mareike Foeckings Arbeiten wurden vielfach ausgestellt und publiziert. Als Künstlerin und Forscherin zählt Foecking zu den wichtigen Stimmen im Diskurs um die Rolle der Fotografie in der digitalisierten Welt. Die Werke sind in limitierter Auflage erhältlich.
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