FOTO: © Umfassungsmauer des neuen Bahnhofs von Thessaloniki. Auf dem Bild ist das Fragment eines jüdischen Grabsteins zu sehen, das für den Bau der Mauer verwendet wurde. Die Arbeiten am neuen Bahnhof begannen in den 1930er-Jahren. © Martin Barzilai

Fotografien sind, wie Steine, Speicher von Geschichte

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Buchpräsentation und Gespräch mit dem Fotografen Martin Barzilai aus Paris

Eintritt: 6 €, ermäßigt 3 €
Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

„No quedó nada en Salónica.“ – „In Salonika ist nichts mehr übriggeblieben.“ Diesen Satz seines 1907 in Thessaloniki geborenen Großvaters Léon Barzilai hörte sein Enkel Martin Barzilai (*1971 in Montevideo, Uruguay) häufig. Seit 2018 reist der Pariser Fotograf oft nach Thessaloniki, um dem verschwundenen jüdischen Leben nachzuforschen. Er fotografiert die verstreuten Fragmente und Grabsteine des ehemaligen jüdischen Friedhofs und interviewt und porträtiert Menschen, die sich mit der jüdischen Geschichte der Stadt beschäftigen. Daraus entstand das Fotobuch „Cimetière Fantôme Thessalonique“, in dem er seine Aufnahmen 2023 publizierte.

Im Gespräch mit der Fotografin Margret Hoppe und der Autorin Karoline Mueller-Stahl, das auf Englisch stattfinden wird, berichtet Martin Barzilai von seiner Arbeit und den Erfahrungen in Thessaloniki, einer Stadt mit einer einzigartigen, jahrhundertelangen jüdischen Geschichte, die von den Nazis in nur wenigen Jahren völlig zerstört wurde.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung „Das Gedächtnis der Steine. Spuren jüdischer Geschichte und deutscher Besatzung in Thessaloniki“ (bis 8. August 2026) statt.

Location

HALLE 14 - Zentrum für zeitgenössische Kunst
Noch mehr Events dieser Location-Page HALLE 14 - Zentrum für zeitgenössische Kunst

Hol dir jetzt die Rausgegangen App!

Sei immer up-to-date mit den neuesten Veranstaltungen in Leipzig!