FOTO: © Einmarsch der DDR-Mannschaft in das Olympiastadion von Moskau 1980. @Bundesarchiv, Bild 183, W0719-102

Geraubte Träume: Der doppelte Olympia-Boykott 1980 und 1984

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Vortrag und Gespräch

Die Olympischen Spiele gelten als Fest des Friedens und der Völkerverständigung. Doch in den 1980er Jahren wurde der Sport zur Geisel des Kalten Krieges. Am 06.05.2026 lädt die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg zu einem besonderen Abend ein, der die Schicksale hinter den Schlagzeilen beleuchtet.

Im Zentrum der Veranstaltung stehen die Olympischen Spiele von 1980 (Moskau) und 1984 (Los Angeles). Während die Bundesrepublik Deutschland 1980 dem Boykottaufruf der USA gegen die Spiele in Moskau folgte, schloss sich die DDR 1984 dem sowjetischen Gegenboykott von Los Angeles an. Für Hunderte von Athleten in Ost und West, wie Spitzen-Zehnkämpfer Guido Kratschmer (Bundesrepublik) und Uwe Freimuth (DDR), die auf dem Höhepunkt ihrer sportlichen Karrieren waren, bedeutete dies das jähe Ende ihrer Medaillenträume. Prof. Lorenz Peiffer (Universität Hannover) misst in seinem einführenden Vortrag die sportpolitischen Dimensionen der Boykottbewegungen in Ost und West aus.

Im Anschluss diskutiert Andreas Käckell (NDR) mit Guido Kratschmer, Uwe Freimuth und dem Historiker Dr. René Wiese (Zentrum deutsche Sportgeschichte) über olympische Sportpolitik im Kalten Krieg, den Schmerz über verpasste Chancen und den heutigen politischen Druck auf den internationalen Sport.

Location

Carl von Ossietzky Forum in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky Sonstiges

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