»Schreiben ist ein Klären davon, wie einem die Wirklichkeit vorkommt.«
Dokumentieren ist nie neutrale Aufzeichnung – immer schreibt sich der eigene Blick ein, verformt das Medium, was es festzuhalten versucht. Gilt das fürs Schreiben genauso wie fürs Filmen? Wo liegen die Grenzen zwischen Dokument und Fiktion?
Anlass für diese Fragen sind die beiden jüngsten Veröffentlichungen des Dramatikers Wolfram Lotz – Heilige Schrift I und Träume in Europa. Lotz' Blick richtet sich gerne auf das Beiläufige, das Uninteressante, das scheinbar Nebensächliche – und umkreist darüber das Eigentliche. Er erkundet den Raum, »wo Wirklichkeit und Fiktion aufeinandertreffen und beides seine Fassung verliert«.
Am Sonntagvormittag sprechen wir mit ihm über das Balancieren auf der Grenze zwischen Schreiben und Filmen – über Übersetzung, Verlust, Fiktionalisierung und die Frage, was Form dem Erlebten schuldet.
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