Das sagt der/die Veranstalter:in:
Ein Abend zwischen Konzert, Wissenschaft und Hör-Experiment – über die erstaunliche
Reise des Klangs vom Ohr ins Gehirn und über neue Wege, Musik wahrzunehmen.
Let’s Talk Music
Gesprächskonzert
Let’s Talk Music
Vom Schall zur Musik
Das Hören und Fühlen der Töne
Gesprächskonzert mit Claudia Janet Birkholz, Klavier
Gast: Prof. Dr. Kai Siedenburg, Prof. für Systematische Musikwissenschaft an der Universität Oldenburg
Donnerstag, 7. Mai 2026, 19 Uhr
Weserburg Museum für moderne Kunst / Hans-Otte-Klanghaus
Am Donnerstag, 7. Mai spüren ab 19 Uhr in der Weserburg Museum für moderne Kunst die Gäste des Gesprächskonzerts den Wegen des Schalls auf Ohr und Körper nach.
Gastgeberin und Pianistin Claudia Janet Birkholz widmet sich in diesem 25. Gesprächskonzert gemeinsam mit dem Hörforscher Prof. Kai Siedenburg der faszinierenden Frage, wie wir Musik hören – und was geschieht, wenn dieses Hören beeinträchtigt ist. Neben Gesprächen und Interaktionen mit dem Publikum werden Werke von György Ligeti, George Crumb und Frederic Rzewski am Klavier zu hören sein.
Kai Siedenburg forscht an der Universität Oldenburg über die Musikwahrnehmungen von Menschen. Im Gespräch mit der Pianistin Claudia Janet Birkholz und anhand musikalischer Beispiele wird gezeigt, wie diese Wahrnehmungsprozesse funktionieren – und was geschieht, wenn sie gestört sind. Wie erleben Menschen mit Höreinschränkungen Gespräche, Geräusche oder Musik? Wo beginnt Hörverlust, und welche akustischen Situationen stellen das Gehör vor Herausforderungen?
Musik besteht aus weit mehr als aus Rhythmus: Tonhöhen, Klangfarben und die räumliche Mischung vieler Stimmen formen unseren Höreindruck. Durch Klangbeispiele, die über Lautsprecher unterschiedlich gefiltert werden, kann das Publikum unmittelbar nachvollziehen, wie sich bestimmte Formen von Hörbeeinträchtigungen anfühlen könnten.
Zum Abschluss richtet sich der Blick in die Zukunft: Welche Möglichkeiten bieten heutige und kommende Technologien, um Musik trotz eingeschränkten Hörens erfahrbar zu machen? Können Hörgeräte den Musikgenuss verbessern? Lassen sich musikalische Mischungen an individuelle Hörprofile anpassen? Und welche Rolle könnten vibrotaktile Systeme spielen, die Musik über Vibrationen spürbar machen?
Ein Abend zwischen Konzert, Wissenschaft und Hör-Experiment – über die erstaunliche Reise des Klangs vom Ohr ins Gehirn und über neue Wege, Musik wahrzunehmen.
Folgende Werke werden live gespielt:
György Ligeti: Musica ricercata
George Crumb: aus: a little midnight music
Frederic Rzweski: Piano Piece No 4
Karten (15/10 €) für das Konzert gibt es im Vorverkauf bei Nordwest Ticket sowie an der Abendkasse ab 18.30 Uhr.
Info auch unter: realtime-bremen.de
In Kooperation mit Weserburg Museum für moderne Kunst
Mit Unterstützung der Hollweg Stiftung, der Sparkasse Bremen und Dr. Gerd Köster.
Viten:
Kai Siedenburg ist Musikwissenschaftler und Hörforscher. Er studierte Mathematik und Musikwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin, der University of California, Berkeley sowie der Universität Wien. Anschließend promovierte er im Bereich Musiktechnologie an der McGill University in Montréal mit einer Arbeit zur Wahrnehmung musikalischer Klangfarbe. Im Jahr 2016 wechselte Kai Siedenburg als Marie-Sk?odowska-Curie-Postdoktorand an die Universität Oldenburg und leitete dort ab 2020 das Oldenburg Music Perception & Processing Lab. Von 2023 bis 2025 war er Professor für Kommunikationsakustik an der TU Graz. Seit 2025 ist er Professor für Systematische Musikwissenschaft am Institut für Musik der Universität Oldenburg. Er forscht zur Musikwahrnehmung von Menschen mit diversen Hörprofilen.
Foto Credit: Universität Oldenburg / Marcus Windus
Claudia Janet Birkholz studierte Klavier in Bremen, wo sie an der Hochschule für Künste seitdem als Dozentin für Klavier und Neue Musik arbeitet. Sie spielte auf zahlreichen Festivals und in Ensembles. Seit 2012 ist sie Vorsitzende des Vereins realtime – forum neue musik und künstlerische Leiterin des realtime – internationales festival für neue musik bremen. Zudem initiierte sie das Gesprächskonzertformat „Let’s Talk Music“, zu dem sie seit 2015 Gäste aus Kultur und Wissenschaft einlädt, um Musik im Dialog mit anderen Disziplinen erfahrbar zu machen. In ihren eigenen Kompositionen erforscht Claudia Janet Birkholz neue Klangwelten und performative Ansätze und reflektiert zugleich gesellschaftliche Prozesse. Dabei nutzt sie technische Neuerungen und experimentelle Klangmittel, um neue musikalische Ausdrucksformen zu entwickeln. In Zusammenarbeit mit dem Experimentalstudio des SWR entstand ein Werk für Handy-Orchester und Ensemble, das 2024 uraufgeführt wurde.
Foto Credit: Andreas Capari
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