Ein idyllisch scheinendes, ländliches Dorfleben bei Tag und parallel dazu ein unheimlicher Geisterreigen in der Nacht: Diese beiden Realitäten prägen das Bühnengeschehen in Giselle. Erstmals präsentiert Laurent Hilaire seine eigene, leicht adaptierte Version von Giselle dem Münchner Publikum. Auf Grundlage der ursprünglichen Choreographie von Jean Coralli und Jules Perrot und deren Weiterentwicklung durch Marius Petipa hat der Direktor des Bayerischen Staatsballetts eine Fassung geschaffen, die das Werk mittels choreographischer und darstellerischer Anpassungen stärker ins Heute holt und für die Zuschauer:innen noch unmittelbarer macht. Bühnenbild und Kostüme der von 1974 bis 2025 im Repertoire befindlichen Inszenierung von Peter Wright bleiben dabei erhalten.
Giselle ist ein junges Mädchen, das sich zuerst verliebt, dann dem Wahnsinn verfällt und sich schließlich in eine „Wili“ verwandelt. Die Handlung des Balletts geht auf einen Text Heinrich Heines zurück, der die Sage von diesen nächtlichen Elementargeistern folgendermaßen berichtet: „Die Wilis sind Bräute, die vor der Hochzeit gestorben sind. Die armen jungen Geschöpfe können nicht im Grabe ruhig liegen, in ihren toten Herzen, in ihren toten Füßen blieb noch jene Tanzlust, die sie im Leben nicht befriedigen konnten, und um Mitternacht steigen sie hervor, versammeln sich truppenweis an den Heerstraßen, und wehe dem jungen Menschen, der ihnen da begegnet! Er muß mit ihnen tanzen, sie umschlingen ihn mit ungezügelter Tobsucht, und er tanzt mit ihnen, ohne Ruh und Rast, bis er tot niederfällt.“
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