Das Amerikahaus München präsentiert eine Ausstellung mit Fotografien des amerikanischen Fotografen Jeff Dunas, die den Blick auf die Vereinigten Staaten bewusst auf das richtet, was ihr Fundament ausmacht: die Menschen.
Im Zentrum stehen Arbeiten aus der Reihe American Pictures, die über mehrere Jahrzehnte hinweg entstanden sind. Dunas fotografiert in Städten und Kleinstädten, in urbanen Randzonen ebenso wie in ländlichen Räumen. Seine Motive sind keine Ikonen und keine Inszenierungen – es sind Begegnungen. Menschen im Alltag, in Momenten des Wartens, des Innehaltens, der Selbstverständlichkeit. Die Fotografien wirken ruhig, fast zurückgenommen, und entfalten gerade dadurch eine nachhaltige Wirkung. Sie zeigen ein Amerika, das von Diversität, individueller Freiheit und gesellschaftlicher Bewegung geprägt ist.
Dunas interessiert sich nicht für das Spektakel, sondern für Präsenz und Würde. Seine Bilder erzählen von einem Land, das sich aus vielen Stimmen zusammensetzt – von unterschiedlichen sozialen Realitäten, kulturellen Hintergründen und Lebensentwürfen. Auch wenn viele dieser Aufnahmen in vergangenen Jahrzehnten entstanden sind, sprechen sie unmittelbar in die Gegenwart. Sie erinnern daran, dass Amerika mehr ist als politische Schlagzeilen oder institutionelle Macht. Es ist ein Geflecht aus Geschichten, Hoffnungen, Brüchen und Neuanfängen.
Ergänzt wird dieser Ausstellungsteil durch Fotografien aus der Serie State of the Blues. In eindringlichen Schwarz-Weiß-Porträts dokumentiert Dunas zentrale Persönlichkeiten einer Musiktradition, die wie kaum eine andere für kulturelle Innovation, Widerstandskraft und schöpferische Erneuerung steht. Der Blues ist mehr als Musik – er ist Ausdruck historischer Erfahrung, insbesondere afroamerikanischer Geschichte, und zugleich eine der tragenden Säulen moderner amerikanischer Kultur. Dunas’ Porträts verbinden künstlerische Intensität mit dokumentarischer Genauigkeit und machen sichtbar, wie eng Gesellschaft und Kultur miteinander verwoben sind.
Gemeinsam zeichnen beide Werkgruppen ein vielschichtiges Bild der Vereinigten Staaten: ein Amerika der Menschen, der Musik, der Vielfalt – geprägt von Erneuerung, Kreativität und dem ständigen Aushandeln von Identität. Das Amerikahaus München lädt mit dieser Ausstellung dazu ein, über amerikanische Gesellschaft, kulturelles Erbe und gegenwärtige Perspektiven ins Gespräch zu kommen – offen, differenziert und im Dialog.
Eintritt: Der Eintritt ist frei. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.
Eröffnung: Die Vernissage ist am Freitag, 20. März 2026, 19 Uhr
Dauer: Die Ausstellung ist von Samstag, 21. März 2026, bis Freitag, 31. Juli 2026, geöffnet.
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag 10 - 17 Uhr
Freitag 14 - 18 Uhr
Samstag 10 - 18 Uhr
Die Ausstellung ist sonntags und feiertags geschlossen.
Bei Veranstaltungen können andere Öffnungszeiten gelten. Bitte vor einem Besuch auf der Website des Amerikahauses informieren.
Veranstalter: Stiftung Bayerisches Amerikahaus, ARTOLOGY - Magazine & Gallery for Art, Travel & Creativity
Gefördert durch das Auswärtige Amt
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