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Jüdische Sportler:innen im Nationalsozialismus

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Vortrag und Gespräch

Bis 1933 zählten auch im Hamburger Fußballsport jüdische Spieler zu den Leistungsträgern in ihren Vereinsmannschaften. Bereits wenige Wochen und Monate nach der nationalsozialistischen Macht-übernahme am 30. Januar 1933 begannen auch die Hamburger Turn- und Sportvereine damit, im vorauseilenden Gehorsam ihre jüdischen Mitglieder auszuschließen. Den jüdischen Sportlerinnen und Sportlern verblieb danach nur die Möglichkeit, sich in eigenen Vereinen zu organisieren und einen internen lokal-regionalen Sportverkehr der jüdischen Vereine aufzubauen.

Es kam zu einer Reihe von Vereinsneugründungen, die dem jüdischen Sport zu einer ungewollten Sichtbarkeit verhalf. Prof. Lorenz Peiffer (Universität Hannover) nimmt uns in seinem Vortrag mit auf eine kurze Reise des jüdischen Sports in Hamburg, die nach der Reichspogromnacht 1938 ein jähes Ende finden sollte. Danach gab es in Hamburg keinen jüdischen Vereinssport mehr.

Nach dem Vortrag diskutiert Dr. René Wiese (Zentrum deutsche Sportgeschichte) mit Lorenz Peiffer und Dr. Berno Bahro (Universität Potsdam) über Verfolgung, Repression und Freiräume jüdischen Sportlebens während der NS-Diktatur.

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