Galerie Leu freut sich, die erste Einzelausstellung von Julia Selin in Deutschland zu präsentieren.
Julia Selin entwickelt in ihren Arbeiten Bildräume, die sich zwischen Landschaft und Abstraktion bewegen. Aus einem prozesshaften, körperlich geprägten Zugang zur Malerei entstehen Werke von großer atmosphärischer Dichte. In reduzierten, oft nahezu monochromen Farbwelten öffnen sich Räume, die sich einer eindeutigen Verortung entziehen und zwischen äußerer Erfahrung von Natur und innerem Erleben oszillieren. Naturerfahrungen werden so zu Bildern, die weniger Landschaften zeigen als Zustände evozieren. Selins Arbeiten kreisen um das, was unter der sichtbaren Oberfläche liegt: ein Drängen von unten, ein Aufsteigen von Form aus der Tiefe.
In den aktuellen Arbeiten verdichten sich diese Prozesse zu Bildräumen, die zugleich geschlossen und durchlässig erscheinen. Dunkle Farbfelder öffnen sich in feine Verschiebungen von Licht und Pigment. Vertikale Setzungen strukturieren den Raum, ohne ihn zu stabilisieren; Linien lösen sich in vibrierende Bewegungen auf. Die Bilder wirken weniger komponiert als freigelegt – als würden sie sich im Moment des Betrachtens weiter ausbilden.
Julia Selin (*1986 in Trollhättan, Schweden) ist eine zeitgenössische schwedische Malerin, die in Malmö lebt und arbeitet. Sie absolvierte ein MFA-Studium an der Kunstakademie Umeå und studierte zudem an der Nordic Art School in Finnland. Zu ihren jüngeren Ausstellungen zählen Julia Selin knows nothing about the trees bei Matteo Cantarella, Kopenhagen (DK, 2024), Moth Paths bei Tara Downs, New York (US, 2023), Present Nature im Alma Löv Museum of Unexpected Art, Smedsby (SE, 2023), Follow a bug to the end of the World in der Trollhättans Konsthall (SE, 2022), Consequences in der Galleri Thomas Wallner, Simrishamn (SE, 2022), sowie Scandinavian rot in der Galleri Cora Hillebrand, Göteborg (SE, 2020).
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