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Die Galerie 149 präsentiert

Katrin Koopmann „Aquarellherz“

„Aquarellfarbe habe sie schon von Kindesbeinen an fasziniert“, erzählt Katrin Koopmann.
Bereits als kleines Mädchen blickte Sie ihrem Vater beim Aquarellieren über die Schulter. 
Ihre eigenen Versuche endeten allerdings schnell im Farbenchaos, lächelt die heute 37-Jährige. Erst während ihres Kunst- und Illustrationsstudiums unter dem Wuppertaler Künstler Detlef Bach, ihrem Dozenten, Diplomvater und Laudator, lernte sie das Zusammenspiel zwischen Wasser und Farbe zu beherrschen.

In der Galerie 149 gibt die gebürtige Schwerterin und Absolventin der Ruhrakademie nun einen Einblick in ihren besonderen Umgang mit Aquarell. Ihre Werke, geprägt  von Panels – grafische Elemente aus der Kunst der Grafic Novels– verschmelzen in Kombination mit Collage- und Mischtechnik zu einer unverkennbaren Bildsprache. Im Zentrum jeder Arbeit steht eine, nur mit der Pinselspitze, aquarellierte realistische Darstellung, die durch eine abstrakte Umgebung hervorgehoben wird.   

Inhaltlich beschäftigt sich die Illustratorin und Künstlerin in ihren Arbeiten mit der Zusammenlegung verschiedener Themen. Gesellschaftskritisch in „Das Verschwinden des stillen Lächelns“. Mit persönlichen Emotionen in „chirurgischer cut“. Als naturliebener Mensch in „Der Wintergast“.

Obwohl sich in ihren Werken  gelegentlich Darstellungen des menschlichen Körpers befinden, ist ihr stets der Bezug zur Tierwelt besonders wichtig und bildet den Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit.

Insbesondere in  „knisternd zischend- Zeigerart inachis io“ wird die Verbindung von Katrin Koopmann zur Natur sichtbar. Im Werk  behandelt die Künstlerin, die mit ihrer Familie einen naturnahen Garten in mitten eines Industriegebietes pflegt, die voranschreitende Klimaerwärmung und die damit einhergehenden Auswirkungen auf die Natur.

In der Upcycling-Methode wandelt sie, teils über 15 Jahre alte Aquarelle, zu einem neuen Werk um. Die Grundlage für den Bildaufbau bildet hierbei ein ausgedienter Rückkarton eines Aquarellblocks.

Die Dringlichkeit des Themas symbolisiert der mit kräftigem Pinselstrich aufgetragene Rotton, welcher gleichzeitig die knisternden, zischenden Feuer versinnbildlicht, die sich weltweit als verehrende Waldbrände durch kostbare Naturreservate fressen. Das besondere Etwas erhält das Werk durch seine geschichteten Panels. Die unter Druck einer Fingerspitze ein knistern erzeugen - wie in der wahren Natur, wo sich das Tagpfauenauge mit knisternden Flügelbewegungen vor Fressfeinden schützt.  

Vernissage: Sa. 27.06.2026 um 18 Uhr
Künstlerin-Gespräch: Fr. 10.07.2026 um 16:30 Uhr

Ausstellungszeitraum:  27.06. - 24.07.2026

Der EIntritt ist frei.

Location

Galerie 149 Bürgermeister-Smidt-Straße 149 27568 Bremerhaven

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