FOTO: © Design: Karla Krey

Klassenreise. Aktionen zu sozialer Herkunft

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Klassenreise
Aktionen zu sozialer Herkunft

16.4.-16.5.2026

Ein Projekt von Hajusom e.V. 
Künstlerische Leitung: Melike Bilir, Anne Meerpohl und Verena Brakonier

Website: https://klassenreise.hajusom.com/
Instagram: klassenreise_hh

Alle Veranstaltungen sind kostenfrei.

 

What's classy if you´re rich, what's trashy if you´re poor? - Wann sind ein paar aufgelöste Schuhe, Löcher in den Hosen eine Modeerscheinung, ein Trend und kulturelle Aufwertung, wann sind sie ein Symbol für Armut? Oder auch, wann ist prekär zu leben mehr eine performative Haltung als materielle Realität, die sich im Kunst- und Kulturbetrieb etabliert hat?

Zwar gibt es in den letzten Jahren mehr und mehr Transparenz – wenn auch nicht genug – über Geld, Machtstrukturen und Arbeitsbedingungen, doch trotzdem scheinen sich Ungleichheiten aufgrund von sozialer Herkunft nur langsam und zäh an die Oberfläche zu bewegen, geschweige denn aufzuweichen. Der Begriff „Klassismus“ markiert unterschiedliche Formen von Ausgrenzung und Diskriminierung in Bezug auf Klassenherkunft oder Zugehörigkeit. Klasse prägt nicht nur finanzielle Möglichkeiten, sondern auch Sprache, das Auftreten, einen Habitus, und Zugehörigkeit. Sie entscheidet darüber, welche Räume Menschen betreten können und wie man sich dort aufgehoben fühlt. Wer die kulturellen Codes kennt, meist durch eine bereits dort verortete Sozialisation, bewegt sich wie selbstverständlich durch Kunst- und Kulturinstitutionen. Wer sie nicht kennt, bleibt oft außen vor. Und genau diese Mechanismen von Ausschluss und Abwertungen gilt es aufzudröseln und damit angreifbar zu machen.

Die Klassenreise – Aktionen zu sozialer Herkunft versucht mithilfe von unterschiedlichen aktivistischen, wissenschaftlichen und künstlerischen Veranstaltungsformaten das Feld struktureller, klassistischer Ungleichheiten aufzufächern. Das Programm findet über vier Wochen von Mitte April bis Mitte Mai an verschiedenen Kulturorten in Hamburg statt und umrahmt u.a. den Tag der Arbeit am 1. Mai sowie den Protesttag für Inklusion der Aktion Mensch. Von Ausstellungen, Performances, einem Filmprogramm, Workshops und Vorträgen ergeben sich partizipative sowie informative Momente des Austausches und Miteinanders. Im Versuch eine Reise zu begehen, entlang unsichtbarer Grenzen, materieller Verhältnisse und auf den Spuren unterschiedlicher künstlerischer sowie politischer Strategien.

 

PROGRAMM
 

16.4.2026, 19 Uhr
Eröffnung: Fake it till you make it

Ausstellung mit UWAGA2002 (Nika Genetika & Ella Kur & Alfons Nagel), Ki Bui, Trieu Dao, Sina Eichhorst, Luzie Ana Catalina Katzorke, Willi Mend, Emiliano Mondragón, Josie Overton, Sude Nur Tosun, Leonie Wahler und Aleit Wagenbrenner

Geöffnet: 17.4.-3.5.2026, 14-18 Uhr, außer montags
ICAT - Institute for Contemporary Art & Transfer der HFBK Hamburg, Erdgeschoss,
Lerchenfeld 2A, 22081 Hamburg

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21.4.2026, 18 Uhr
Eröffnung: The Gap Between Worlds
mit Laurel Chokoago, Stef Mosebach, Franziska Nast, Aleen Solari und Sudabe Yunesi

Geöffnet: 22.4.-3.5.2026, auf Anfrage: info@hajusom.de
Projektraum, Admiralitätsstraße 75, 20459 Hamburg

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25.4.2026, 15 Uhr
Lesung: Petra von Stef Mosebach

25.4.2026, 18 Uhr
Podiumsdiskussion: Klassenreise - ein Gespräch zu sozialen Ungleichheiten in Kunst und Kultur mit Anna Bochkova, Dr. Bilinç Ercan-Catanzaro, Lisa Mangold und Miriam Stefanie Brodschelm moderiert von Melike Bilir, anschließend Drinks & Musik, BrettspielDas Spiel des Lebens mit Anne Meerpohl

Projektraum, Admiralitätsstraße 75, 20459 Hamburg

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3.5.2026, 16 Uhr
Finissage: Fake it till you make it
16 Uhr: Reading by Daniela Aparicio Ugalde (auf Englisch)
16:30 Uhr: Performative Lesung Working Class Daughters. Über Klasse sprechen Karolina Dreit, Kristina Dreit

ICAT - Institute for Contemporary Art & Transfer der HFBK Hamburg, Lerchenfeld 2A, 22081 Hamburg

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4.5.2026, 16 Uhr
Workshop: Class Trouble - Klassenkörper von Josephine Findeisen
(ohne Anmeldung)
Hajusom e.V., Bunker 2. Stock, Feldstraße 66, 20359 Hamburg

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5.5.2026, ab XX Uhr
Open Door: Meine Damen und Herren
Meine Damen und Herren, Bunker 2. Stock, Feldstraße 66, 20359 Hamburg

5.5.2026, 18 Uhr
Performance: Von Sprüngen und Klasse von Steven Solbrig
Gespräch mit Josephine Findeisen und Steven Solbrig

Special Service: von 17 bis 19:30 Uhr wird Liftboy den Fahrstuhl bedienen und bei Bedarf Assistenz leisten. 

Hajusom e.V., Bunker 2. Stock, Feldstraße 66, 20359 Hamburg

5. Mai: Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

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13.5.2026, 18 Uhr
Filmprogramm und Gespräch: Two Hands von Verena Brakonier, Jivan Frenster, Greta Granderath und Fondament My moving memory von Lara Dade und Christian Limber von rampe:aktion. Anschließend Gespräch

Lichtmess-Kino, Gaußstraße 25, 22765 Hamburg

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15.5.2026, 18 Uhr
Filmprogramm: A Songspiels for the Invisible Class: Political Songspiels on Class Struggle
von Chto Delat (auf Englisch)
Extended Library, HFBK Hamburg, 2. Stock, Lerchenfeld 2, 22081 Hamburg

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16.5.2026, 18 Uhr
Workshop von Chto Delat (auf Englisch)
ohne Anmeldung
Hajusom e.V., Bunker 2. Stock, Feldstraße 66, 20359 Hamburg

Location

Hajusom e.V. Theater

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