Was passiert, wenn Bürger:innen ein Theater zurückerobern? In Erfurt entsteht genau das: Ein seit 2003 leerstehendes Schauspielhaus wird durch zivilgesellschaftliches Engagement zu einem neuen Kulturort – mit Tanztheater, Kinoclub und freiem Radio und ganz viel mehr. Seit über zehn Jahren treiben Engagierte die Vision voran – organisiert in Thüringens erster Kulturgenossenschaft. Über 900 Mitglieder haben gemeinsam mehr als eine Million Euro eingebracht – die Genossenschaftsanteile stellen den Eigenanteil des Bankkredits für Kauf und Sanierung des Hauses dar. 2020 wurde das Gebäude von der Kommune gekauft und seit Anfang letzten Jahres wird endlich gebaut!
Schon lange vor dem Umbau wurde das Haus temporär bespielt: mit Theater, Film, Konzerten, Festivals und auch Diskurs – improvisiert, mit Baustrom und viel Idealismus – alles ehrenamtlich organisiert.
Das KulturQuartier Schauspielhaus ist ein Modell dafür, wie Kultur von unten organisiert und langfristig in der Stadt verankert werden kann.
Praktiker*innen und Pionier*innen zeigen in dieser Praxisdialogreihe, wie kooperative Stadtentwicklung funktionieren kann: Gemeinsam mit ihnen loten wir aus, wie das Kreativlabor München, und ganz generell Kreativzentren und Stadtentwicklungs-Initiativen langfristig unabhängig, gemeinschaftlich und gemeinwohlorientiert organisiert werden und bestehen können. Die Veranstaltung versteht sich als offener Raum zum Träumen, Visionieren und freien Spekulieren! Zum Ausklang laden wir zu Musik und Getränken ein.
Learning from… richtet sich nach Innen, also die Akteure auf dem Gelände des Kreativlabors München, wie auch nach Außen. Ausdrücklich eingeladen sind gemeinwohlorientierte KMU, andere Kreativzentren, Stadtentwicklungs-Initiativen.
Eine Reihe im Rahmen von BottomUp. Gemeinsam nachhaltig wirken! Kuratiert und moderiert von Laura Bruns, Team stadtstattstrand. Die Reihe endet mit einem Abschluss-Symposium, voraussichtlich im April 2027. Im Anschluss entsteht eine Broschüre mit den wichtigsten Learnings und Take-aways.
Karina Halbauer ist Vorständin der KulturQuartier Schauspielhaus eG. Als Netzwerkerin bringt sie Erfahrungen aus zahlreichen Projekten und Initiativen ein und engagiert sich an Schnittstellen von Stadtentwicklung, Kultur und Zivielgesellschaft. Heute verbindet sie ihre Perspektiven aus Zivilgesellschaft und Verwaltung: Neben ihrem ehrenamtlichen Engagement im KulturQuartier arbeitet sie in der Kulturdirektion der Stadtverwaltung Erfurt daran, die lokale Kulturszene sichtbarer zu machen.
Laura Bruns ist Designerin und Medienmanagerin mit einem Fokus auf Designstrategien, forschende Praxis und kuratorische Stadtvermittlung. In ihrer Arbeit an der Schnittstelle von kultureller Stadtentwicklung und strategischer Planung begreift sie Design als Leitbild für gesellschaftliche Transformationsprozesse. Als Mitgründerin des Team stadtstattstrand sowie als Lehrbeauftragte und Projektleiterin in gemeinwohlorientierten Stadtentwicklungsprojekten hat sie zahlreiche Netzwerke aufgebaut, Methoden vermittelt und kreative Stadtzugänge gestaltet.
Team stadtstattstrand: Laura Bruns, Konrad Braun, Julia Klink, Leona Lynen
Das interdisziplinäre Team stadtstattstrand erforscht und vermittelt Strategien und Herangehensweisen rund um die nutzergetragene Stadtentwicklung in Texten, Ausstellungen, Workshops oder unkonventionellen Gesprächsrunden.
stadtstattstrand | Kreativer Umgang mit urbanem Raum | Laura Bruns | laura[at]stadtstattstrand.de
WerkBox³ e.V.
Dachauer Str. 110c
80636 München
Die Location ist barrierefrei zugänglich.
Weitere Infos zu BottomUp - Gemeinsam nachhaltig wirken!
Der Labor e.V. München vernetzt diejenigen 16 Organisationen mit über 600 Nutzer*innen, die am Kreativlabor München, einem Modellprojekt für nutzergesteuerte Organisationen in Kunst, Kultur, Bildung und Soziales beteiligt sind. Gemeinsam mit BECHLER Kollaborationsberatung Rechtsanwalts-GmbH mit langjähriger Erfahrung in gemeinschaftlichen Organisations- und Kooperationsstrukturen sind wir BottomUp. Gemeinsam nachhaltig wirken! Über 18 Monate gestalten und betreiben wir – ko-kreativ mit unseren Teilnehmenden nach dem BottomUp-Prinzip – ein Entwicklungs-, Wissens- und Community-Programm und befähigen Teams, ihre eigenen Entwicklungsziele zu setzen, Kompetenzen aufzubauen, Verbindungen zu knüpfen und Veränderungen mutig anzugehen – mit klar rhythmisierten online und offline-Inputs und Workshops, Panels und externen Impulsen, Mentoring, Moderation und verlässlicher Dokumentation.
Ein Projekt des Programms „Nachhaltig wirken – Förderung gemeinwohlorientierter Unternehmen“, das durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und die Europäische Union über den ESF Plus gefördert wird.
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