Für seine dritte Arbeit in Heidelberg mit dem Titel »Auf der andern Seite des Monds« nimmt sich Regisseur Marcel Kohler dem Leben und dem Werk einer ganz besonderen Künstlerin an: Hilde Domin. Ausgehend von ihrer Wortkunst entwickelt der Regisseur einen Reigen aus szenischen Miniaturen, ein Panorama über das Weggehen und Bleiben, über die Poesie in den Dingen und ein Leben »unter Akrobaten und Vögeln«.
Von den Nationalsozialisten ins Exil gezwungen, fand Hilde Domin ihre Heimat im Wort. Sie lebte zunächst in Italien und floh 1939 in die Dominikanische Republik.
In der Lesezeit präsentiert Katharina Ley drei frühe Prosawerke aus den »Antillengeschichten« von Hilde Domin, entstanden in den 1940er-Jahren auf der Insel, nach der sie sich benannte. Diese literarische Schaffensphase zeigt eine noch unbekannte Facette von Domin als Erzählerin während ihrer Zeit im Exil. Genaue und scharfsinnige Beschreibungen des Erlebten verbinden sich in diesen Geschichten mit großer Neugier und Offenheit gegenüber dem Unbekannten.
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