von Eisa Jocson und Venuri Perera
Magic Maids verwebt rituelle Darbietung, Prunk und Besessenheit. Eine wilde Beschwörung, die den Zusammenhang zwischen der Geschichte der europäischen Hexenverfolgung und der anhaltenden Ausbeutung weiblicher Arbeitskraft in der heutigen globalen Kette der Pflegearbeit von Migrant*innen entmystifiziert. Beide weiblichen Figuren, „die Hexe“ und „die Magd“, sind Teil derselben Matrix – mächtig und machtlos, gefürchtet und verehrt, benutzt, beschuldigt und weggeworfen. Die Tropen sind nicht nur Gerüchte und Geschichte, sondern tief in der heutigen Psyche verwurzelt. Die internationalen Künstlerinnen Eisa Jocson und Venuri Perera haben Geschichten von migrantischen Hausangestellten aus dem sogenannten Globalen Süden gesammelt, deren Echos nun ihre Körper verfolgen. In der Arbeit wird das Haushaltsreinigungsgerät sowie das Fortbewegungsmittel der Hexe – der Besen – zu einer Erweiterung ihres Körpers, zu einer Achse, die Unterdrückung in monströsen feministischen Widerstand verwandelt. Das Besenduo tanzt, um das domestizierte Weibliche wieder zu verwildern, und vollführt ein Ritual des Ungehorsams, das die vorherrschende Erzählung, in der wir leben, demontiert.
KONZEPT/ENTWICKLUNG/DRAMATURGIE/PERFORMANCE: Eisa Jocson, Venuri Perera
SOUNDDESIGN: Soraya Bonaventure
LICHTDESIGN: Ariana Battaglia
KÜNSTLERISCHE BERATUNG: Rasa Alksnyte, Tang Fu Kuen
TEXTBERATUNG: Ruhanie Perera
SPIRITUELLE BERATUNG: Nenet Ocson Babaylan-Vaigaland
KREATIVE BEGLEITUNG: Arco Renz
DRAMATURGISCHE UNTERSTÜTZUNG: Anna Wagner, Alexandra Hennig
PRODUKTIONSBERATUNG: Sandro Lunin
PRODUZENT*INNEN: Katja Armknecht, Anne Kleiner
PRODUKTIONSLEITUNG: Greta Katharina Klein
TECHNISCHE PRODUKTION & TOURNEE: Yap Seok Hui
„Magic Maids“ von Eisa Jocson und Venuri Perera ist eine Produktion des Künstler*innenhauses Mousonturm in Koproduktion mit Frascati Producties (unterstützt von Ammodo), Tanzquartier Wien, HAU Hebbel am Ufer, SPRING Performing Arts Festival, Festival Theaterformen, DDD – Festival Dias da Dança, Kampnagel, Arsenic – Centre d’art scénique contemporain, La briqueterie CDCN du Val-de-Marne, Points Communs – nouvelle scène nationale Cergy-Pontoise / Val d’Oise, Maillon, Théâtre de Strasbourg – Scène européenne und Esplanade – Theatres on the Bay.
Gefördert im Rahmen der Allianz internationaler Produktionshäuser durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur.
Dieses Projekt wurde durch Residenzen der Kaserne Basel, des Puón Institute Philippines, des Goethe-Instituts Sri Lanka, des Dance Nucleus in Zusammenarbeit mit Studio Plesungan im Rahmen der ARTEFACT Creative Residency und des Colomboscope Contemporary Art Festival 2024 unterstützt.
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