Matthias Erzberger war eine wichtige politische Schlüsselfigur an der Schwelle vom deutschen Kaiserreich zur Weimarer Republik. Durch sein Engagement in katholischen Arbeitervereinen und der Zentrumspartei wurde er bekannt und 1903 als damals jüngster Abgeordneter in den Reichstag gewählt. 1918 unterzeichnete er als Verhandlungsführer der deutschen Delegation im Wald von Compiègne den Waffenstillstand mit den Alliierten. Im Jahr darauf wurde er in die Weimarer Nationalversammlung gewählt. Seine Fürsprache für das „Versailler Friedensdiktat“, das den Ersten Weltkrieg formal beendete, brachte ihm die scharfe Kritik seiner Zeitgenossen ein. Als Reichsfinanzminister schuf er mit seiner Steuer- und Finanzreform Strukturen, die bis heute bestehen. Er wurde am 21. August 1921 von Angehörigen der rechtsgerichteten Geheimorganisation “Consul” ermordet.
Referent: Dr. Christopher Dowe, Haus der Geschichte
Der Eintritt ist frei.
Kooperationspartner*in: Evangelische Kirchengemeinde Markus-Haigst
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