Vortrag von Esther Schapira
Antisemitismus ist ein gravierendes Problem in der Gegenwart. Das war in der jüngsten Vergangenheit nicht zu übersehen. Schon vor dem Anschlag in Halle 2019 sind Jüdinnen und Juden auf der Straße attackiert worden, neue rechte Bewegungen und Parteien fordern ein Ende der „Erinnerungsdiktatur“ und antisemitische Verschwörungstheorien finden immer mehr Verbreitung. Die Veranstaltungsreihe beschäftigt sich mit den aktuellen Erscheinungsformen der Judenfeindschaft in verschiedenen politischen, weltanschaulichen und religiösen Milieus und stellt zugleich Initiativen und Handlungsmöglichkeiten vor, wie man sich gegen Antisemitismus im 21. Jahrhundert engagieren kann.
"Mediale Berichterstattung und Antisemitismus seit dem 7. Oktober 2023"
Der Krieg zwischen der Hamas und Israel ist auch ein beispielloser Krieg um die politische Deutungshoheit. Medien sind dabei an vorderster Front. Auch die Berichterstattung in Deutschland dazu beigetragen, rote Linien zu verschieben und den Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 als Widerstand gegen vermeintlichen Kolonialismus erscheinen zu lassen. In einem nie gekannten Ausmaß haben sich Medien instrumentalisieren lassen und Propaganda der Hamas fahrlässig verbreitet. Dabei wurden nicht nur Israelis, unabhängig von ihrer jeweiligen Überzeugung, ausgegrenzt. Der Hass gefährdet inzwischen jüdisches Leben weltweit. Der Vortrag wird an ausgewählten Beispielen zeigen, wie die dramatischen Ereignisse seit dem 7. Oktober 2023 medial dargestellt wurden und wie diese Berichterstattung unsere Wahrnehmung prägt, weit über den Nahen Osten hinaus.
Esther Schapira ist Buchautorin und schreibt für verschiedene Print- und Onlinemedien, unter anderem für die Jüdische Allgemeine Zeitung. Bis 2021 leitete sie die Abteilung „Fernsehen/Politik“ beim Hessischen Rundfunk und kommentierte regelmäßig in den „Tagesthemen“. Mehrere ihrer Fernsehdokumentationen wurden mit Preisen ausgezeichnet, zum Beispiel „Das Kind, der Tod und die Wahrheit – wer erschoss Mohammed Al Durah?“. Gemeinsam mit Georg M. Hafner ist sie Trägerin der Buber-Rosenzweig-Medaille.
Moderation: Dr. Olaf Kistenmacher, Historiker
Eine Veranstaltungsreihe der Landeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit Hamburg Vernetzt gegen Rechts - Koordinierungsstelle des Beratungsnetzwerks gegen Rechtsextremismus Hamburg und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Hamburg e.V.
Als Veranstaltende behalten wir uns bei allen Veranstaltungen vor, von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die extrem rechten Parteien oder Organisationen angehören, der extrem rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch antisemitische, rassistische, völkische, nationalistische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu Veranstaltungen zu verwehren oder von diesen auszuschließen.
Preisinformation:
Für die Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich! Bitte, melden Sie sich mit Ihrem vollständigen Namen per E-Mail (abut.can@bsfb.hamburg.de) an. Vielen Dank für Ihr Verständnis!
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