FOTO: © Armin Smailovic

Meister und Margarita

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Glauben Sie wenigstens an den Teufel!

Wie kommt das Böse in die Welt? Jedenfalls geht der Teufel um in der Stadt. Zusammen mit seinen zwei Gehilfen – einer von ihnen in Gestalt eines Riesenkaters – wirbelt er die Metropole, das Moskau der dreißiger Jahre, gehörig durcheinander. Das diabolische Trio entlarvt korrupte Gier, Verrat und Heuchelei. Verschont werden nur Margarita und ihr Geliebter, der Meister, Autor eines verbotenen Romans.

Michail Bulgakow, 1891 in Kyiv geboren, starb 1940 in Moskau, wo er seit 1928, unter stalinistischer Repression und Zensur „zum Schweigen verdammt“, ohne Aussicht auf Veröffentlichung an seinem Roman schrieb. Ein Schriftsteller in Isolation imaginiert sich in seiner Ohnmacht sprachmächtig einen Teufel, der die Verhältnisse eines autokratischen Systems zum Tanzen bringt. Als „Meister und Margarita“ dann postum 1966 erschien, wurde der Roman Kult: viele lernten ihn auswendig, die zensierten Stellen kursierten im Untergrund.

„Meister und Margarita“, dieser realphantastische Roman, ist ein Labyrinth, in das man hinein-, aber nur schwer wieder hinausfindet, ist Rausch und Anarchie, ist finster und komisch, ergreifend, verwirrend und erhellend. Als größte aller Sünden auf der Welt benennt er: die Feigheit.

Jette Steckel, die nach den „Vaterlosen“ zuletzt „Mephisto“ auf die Bühne der Kammerspiele gebracht hat (beide eingeladen zum Berliner Theatertreffen), inszeniert mit „Meister und Margarita“ erneut einen großen, politischen Stoff.

„Gewiss, der Mensch ist sterblich, aber das wäre halb so schlimm. Das Schlimme ist: Er ist ganz unvermittelt sterblich. Das ist des Pudels Kern! Der Mensch kann noch nicht mal sagen, was er am selben Abend macht.“

– aus „Meister und Margarita“

Preisinformation:

Do-Sa: 15-45 €, So-Mi: 10-40 €, unter 30 Jahren jede Platzkategorie: 10 €

Location

Münchner Kammerspiele Maximilianstraße 26 80539 München