Wer war der geheimnisvolle »graue Bote«, der 1791 bei Wolfgang Amadeus Mozart für einen anonymen Auftraggeber ein Requiem bestellte? Ein Abgesandter finsterer Mächte? Oder gar der Tod selbst, der an Mozarts Tür klopfte? Allerlei Mythen ranken sich um die Entstehung seines Requiems. Denn unheimlich ist es schon, dass der Komponist selbst mitten in der Arbeit an dieser Totenmesse völlig überraschend mit 35 Jahren aus dem Leben gerissen wurde und sie als Fragment hinterließ.
Irgendwann kam man der Sache dann doch auf die Spur. Bei der Bestellung ging es weit weniger mystisch zu, als es der Legendenbildung zuträglich wäre: Ein betuchter Hochstapler hatte sich den frechen Luxus erlaubt, bei Superstar Mozart ein Meisterwerk zu ordern, um es dann als eigenes Produkt auszugeben. Dreistigkeit – und zugleich einer der größten Glücksfälle der Musikgeschichte: Denn ohne diese Trickserei gäbe es möglicherweise das Mozart-Requiem nicht, jenen tatsächlich überirdischen Geniestreich, der die Welt berührt und sie ein wenig besser macht.
Ton Koopman, Grandseigneur der Historischen Aufführungspraxis, ist erneut zu Gast beim Gürzenich-Orchester und stellt dem Requiem Mozarts späte Sinfonie KV 550 gegenüber. Der Amsterdam Baroque Choir und ein erlesenes Solisten-Quartett öffnen den Himmel.
Wolfgang Amadeus Mozart
Sinfonie Nr. 40 g-Moll KV 550
1788
Requiem d-Moll KV 626
1791
Christina Landshamer Sopran
Lara Morger Mezzosopran
Sebastian Kohlhepp Tenor
Krešimir Stražanac Bassbariton
Amsterdam Baroque Choir
Ton Koopmann Dirigent
Preisinformation:
Tickets für junge Erwachsene für 8 € Preise 74/63/54/41/29/14 €
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