Aus Literatur Comics machen
Der Mai, der alles neu macht, bringt den Graphic Novel Tagen einen frischen Termin. Ansonsten bleibt das vertraute Format erhalten: Der Kurator Andreas Platthaus begrüßt jeweils einen Gast aus dem In- und einen aus dem Ausland.
1994 erlebte die Literatur eine Revolution: Der Roman »Stadt aus Glas« von Paul Auster erschien als Comic, gezeichnet von David Mazzucchelli, konzipiert von Paul Karasik. Heute existieren eine Vielzahl zeichnerischer Romanadaptionen, also buchstäbliche »Graphic Novels«, aber der Urknall hallt immer noch nach. Zumal Karasik im vergangenen Jahr nachgelegt hat: Um Austers »New-York-Trilogie« (Reprodukt; Übersetzung: Joachim A. Frank), deren erster Teil »Stadt aus Glas« war, komplett in Bilder zu setzen, engagierte er den italienischen Altmeister Lorenzo Mattotti für Teil zwei und zeichnete schließlich selbst Teil drei. Resultat: 400 Comicseiten mit drei Handschriften, aber alle konzipiert von Karasik.
Mit dem amerikanischen Zeichner auf der Bühne ist Katia Fouquet aus Berlin, die mit der Erzählung »Jonas oder der Künstler bei der Arbeit« von Albert Camus eine ähnlich komplexe literarische Vorlage adaptiert. Noch ambitionierter ist ihr aktuelles Projekt: Sie zeichnet den Comic »Der Radierer« (Avant) über ihren Großvater, einen Grafiker, der in der NS-Zeit Richter war.
Moderation: Andreas Platthaus
Dolmetscherin: Svenja Huckle
Preisinformation:
Saal € 12,–/8,– Freier Eintritt für Studierende / Auszubildende / Schüler*innen an der Abendkasse Livestream € 6,–Streamingpass für die drei Abende: € 15,–
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