Die Klimakrise ist eng mit sozialer Ungleichheit verknüpft: Wer reich ist, fliegt in der Regel öfter, wohnt großzügiger und hinterlässt einen überproportional größeren ökologischen Fußabdruck. Wer wenig Ressourcen hat, trägt die Folgen häufiger direkt: in überhitzten Stadtteilen ohne Parks, durch steigende Energiekosten oder fehlende Möglichkeiten, klimafreundlichere Entscheidungen überhaupt treffen zu können.
Klimakrise und soziale Ungleichheit sind zwei Seiten derselben Medaille und Klimaschutz scheitert, wenn er das ausblendet. Im Gespräch gehen wir der Frage nach, wie Vermögensungleichheit die Klimakrise antreibt, welche Rolle Instrumente wie Erbschafts- oder Vermögenssteuern spielen könnten und was es braucht, damit klimafreundliches Leben für alle möglich wird, nicht nur für die, die es sich leisten können.
Mit an Bord:
Kristin Langen
Kristin Langen ist Journalistin mit Schwerpunkt auf Wirtschaft, Klima und Verteilungsgerechtigkeit. Sie arbeitet u. a. für SWR und Deutschlandfunk und wurde 2024 für ihre Arbeit zur Erbschaftssteuer mit dem Medienpreis Mittelstand ausgezeichnet. Im Netzwerk Klimajournalismus Deutschland gründete sie die AG Wirtschaft. Langen studierte Politische Ökonomie in Kassel.
Dr. Julia Teebken
Dr. Julia Teebken ist Politikwissenschaftlerin und Postdoktorandin am Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS, Erkner). Ihre Forschung richtet den Blick auf die durch bestehende Macht- und Verteilungsverhältnisse hervorgebrachte und reproduzierte Verwundbarkeit gegenüber Klimawandelfolgen. Sie untersucht, inwiefern und unter welchen Bedingungen politische und gesellschaftliche Akteure diese strukturellen Ursachen adressieren oder stabilisieren.
Christoph Hau
Christoph Hau ist Dipl. Volkswirt mit Schwerpunkt Regional- und Umweltökonomie und war nach dem Studium bei den Umweltverbänden BUND und DNR und der Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen im Bereich Ökosteuern tätig. Er arbeitet als Parlamentarischer Berater für Haushalts- und Finanzpolitik für die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen im Bayerischen Landtag.
Moderation: Leah Nlemibe
Leah Nlemibe ist Journalistin und Moderatorin. Während ihres Studiums der Literatur- und Politikwissenschaft in Berlin und Reims setzte sie sich vor allem mit gesellschaftlichen Themen zu Feminismus, Postkolonialismus und sozialer Gerechtigkeit auseinander. Sie arbeitet als Host für das preisgekrönte Youtubeformat „PULS Reportage“ des Bayerischen Rundfunks, für das sie Selbstversuche durchführt und über unterschiedliche gesellschaftliche Themen für eine junge Zielgruppe berichtet.
Mehr zur Reihe:
Wie gerecht ist unsere Gesellschaft – und wie sehr verschärft die Klimakrise bestehende Ungleichheiten? Welche Chancen haben unterschiedliche Generationen, und wer trägt die größten Lasten des Wandels?
Einmal im Monat lädt die Journalistin Leah Nlemibe Gäst*innen aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft in die Alte Utting ein, um in entspannter Atmosphäre über zentrale Fragen von Gerechtigkeit im Kontext des Klimawandels zu sprechen. Dabei geht es nicht nur um Herausforderungen, sondern auch um ermutigende Entwicklungen und konkrete Lösungsansätze.
Alle Termine auf einen Blick:
20.04.
15.06.
10.11.
Diese Veranstaltung findet im Rahmen unseres Jahresthemas Nach uns das Klima statt.
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