Uwe Schneidewind (ehem. OB Wuppertal) im Gespräch mit Georg Stephan Barfuß. Moderation: Philipp von der Wippel
Staatsreform ist keine abstrakte Frage. Sie entscheidet sich konkret – in der Baugenehmigung, die wartet; in der Kita, die fehlt; in der Straße, die nicht saniert wird. Kommunen sind der Ort, an dem Menschen erleben, ob der Staat sein Versprechen einlöst oder nicht, ob Politik noch als handlungsfähig wahrgenommen wird. Genau dort setzt Uwe Schneidewind in „Dienstschluss" an: Er beschreibt, wie die öffentliche Verwaltung ihre Daseinsberechtigung nicht aus Verfahren schöpft, sondern aus Wirkung – und wie die Kommunen der entscheidende Ort sind, an dem dieser Anspruch eingelöst oder verfehlt wird. In Bayern wurden im März die Bürgermeister und Gemeinderäte neu gewählt. Der neue Oberbürgermeister Münchens, Dominik Krause, hat eine Verwaltungsreform zu seiner Priorität erklärt. Dieser Salonabend nimmt diese Ankündigung ernst und zeichnet Wege des Gelingens: Was muss sich strukturell, kulturell und personell ändern, damit kommunale Verwaltung wieder handlungsfähig wird?
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