In der großen Tradition des Gürzenich-Orchesters spielen Gustav Mahler und sein Werk eine bedeutende Rolle. Er selbst hat das Orchester mehrmals dirigiert, zwei seiner Sinfonien wurden vom Gürzenich-Orchester uraufgeführt. Seither ist er eine tragende Säule im Repertoire des Orchesters, dessen unverwechselbaren Klang Mahlers Kompositionen – ähnlich wie die Sinfonik von Johannes Brahms – ganz entscheidend geprägt haben.
Das Schicksal klopft an die Tür. Nicht leise, sondern mit den brutalen Klängen eines Holzhammers, der im Finalsatz von Mahlers 6. Sinfonie seinen großen Auftritt hat. Ist dieses gewaltige Werk eine Vision? Ahnt der Komponist die nahenden Tragödien seines eigenen Lebens, den Tod seiner Tochter, die Diagnose einer schweren Krankheit, den erzwungenen Knick in der Karriere? Vielleicht sogar die Gräuel des Ersten Weltkriegs? »Kein Werk ist ihm so unmittelbar aus dem Herzen geflossen. Die Sechste ist sein allerpersönlichstes Werk und ein prophetisches obendrein«, so Alma Mahler, seit zwei Jahren Ehefrau des Künstlers. Die Sinfonie ist in jeder Hinsicht monumental: Gut 80 Minuten Spieldauer, eine riesige Orchesterbesetzung, eine Gefühlsskala von geradezu orgiastischem Jubel bis hin zu abgrundtiefer Depression, ätherisch und nicht wie von dieser Welt, dann wieder von lärmender Brutalität. Mahler, vielseitig wie in vielleicht keinem seiner anderen Werke, rätselhaft und voller Überraschungen wie das Leben selbst.
Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 6 a-Moll »Tragische«
1903–04
Andrés Orozco-Estrada Dirigent
Preisinformation:
Tickets für junge Erwachsene für 8 € Preise 60/48/38/26/20/12 €
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