In Janet Cardiffs ikonischem Werk The Forty Part Motet verschmelzen Klang, Raum und Zeit in der barocken Galerie von Herrenhausen zu einer sinnlichen Meditation über das Hören.
Vierzig Stimmen, vierzig Lautsprecher, ein Raum voller Klang. Die kanadische Künstlerin verwandelt Thomas Tallis’ Renaissance- Motette Spem in alium in eine räumliche Klangskulptur: Jede Stimme wurde einzeln aufgenommen und erklingt nun jeweils aus einem der Lautsprecher, die rundum im Raum angeordnet sind. Das Publikum ist eingeladen, sich frei zu bewegen – mitten durch den Chor, zwischen Sopran, Alt, Tenor und Bass. Was sonst nur die Sänger*innen selbst erleben, wird hier hörbar: Jede Stimme ertönt als individuelles Fragment, jedes Ohr hört ein anderes Werk.
Cardiff interessiert sich dafür, wie Klang Raum formt – physisch und doch immateriell. Wenn sich die Stimmen von Chor zu Chor werfen, sich antworten und schließlich zu einem überwältigenden Ganzen verdichten, wird Musik zu Architektur, Hören zu einem körperlichen Erlebnis. Den Besucher*innen bietet sich ein einmaliges Ereignis der Nähe, das sie im Konzertsaal niemals erleben: Das Publikum taucht ganz in den Klang ein und tritt mit geschärftem Hörsinn wieder hinaus.
BARRIEREFREIHEIT
Die Galerie ist barrierefrei zugänglich über einen separaten Zugang, bitte planen Sie etwas Zeit ein und wenden Sie sich an das Personal vor Ort.
Weitere Infos unter: https://kunstfestspiele.de/the-forty-part-motet/
Preisinformation:
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