SONDERPROGRAMM: VOM UNTERWEGSSEIN DER DINGE
Transport: Frontline zieht das Publikum mitten in ein Kriegsgebiet. Rund um eine 1:25-Miniaturwelt entfaltet sich der Horror militärischer Gewalt, beobachtet durch die Linse einer Kriegsfotografin. Ist sie nur Zeugin oder bereits Teil des Konflikts? Die Inszenierung verzichtet darauf, konkrete Orte oder Flaggen zu zeigen — Opfer bleiben anonym, Konflikte unverortet. Stimmen von Kriegsfotograf:innen werden eingespielt, während wir dem Miniaturgeschehen folgen – und spüren, wie nah Krieg sein kann.
Die Inszenierung schafft es, unseren Blick auf Krieg und unsere Rolle als Beobachter:innen zu thematisieren. Sie lädt zur Reflexion über Empathie, Solidarität und moralische Dilemmata ein und erinnert daran, dass Kriegsjournalist:innen und -fotografinnen immer öfter ihr Leben riskieren, um die Wahrheit festzuhalten.
Das Eesti Noorsooteater liegt im Herzen der Tallinner Altstadt und ist mit seinen Inszenierungen ein wahrer Publikumsmagnet.
Transport-Tour:
Zur Transport‑Serie bieten wir ein extra Abo an sowie eine Shuttle-Tour am 15. Mai — zwei Wege, alle sechs Stücke zu erleben (s. Programmheft S. 61)
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