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TRIALOG | Wärme aus Erdgas – Wie lange noch?

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Ein Abend, viele Perspektiven – Podiumsdiskussion mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.

Wie soll die Fernwärme für Karlsruhe erzeugt werden, wenn das Kohlekraftwerk RDK8 demnächst stillgelegt wird? Die Stadtwerke setzen unter anderem auf Gasmotoren, betrieben mit fossilem Erdgas. Dass damit erhebliche Preisrisiken verbunden sind, zeigt uns die aktuelle Weltlage überdeutlich. Aber auch wegen der Klimaziele drängen Umweltverbände auf den schnellen Gasausstieg. Ist es eine gute Strategie, in Anlagen zur Gasverbrennung zu investieren, wenn klimafreundliche Alternativen wie die Flusswärmepumpe zur Verfügung stehen?

Über diese Fragen diskutieren Fachleute aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft am Dienstag, den 5. Mai von 17:00 bis 19:00 Uhr bei einer Podiumsdiskussion im TRIANGEL am Kronenplatz.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Teilnehmenden:

  • Dr. Anne Held (KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH)
  • Dr. Steffen Knapp (Bereichsleiter Strategie | Handel | Forschung, Stadtwerke Karlsruhe)
  • Benjamin Köhler (Öko-Institut Freiburg, Bereich Energie & Klimaschutz)
  • Elke Dünnhoff (Umweltforum Mannheimer Agenda 21 e.V.)
  • Moderation: Ivo Pietrzak

Das Publikum wird ausreichend Gelegenheit haben, Fragen an das Podium zu stellen.

Beratungsangebot zu Einzelheizungen am 5. Mai ab 16 Uhr

Globale Spannungen und geopolitische Unwägbarkeiten haben in den vergangenen Jahren zu erheblichen Preisschocks bei Gas und Öl geführt und verunsichern weiterhin viele Bürgerinnen und Bürger. Sie fragen sich: Wie und wie schnell können Einzelheizungen auf klimafreundliche Lösungen umgestellt werden? Die Energieberatung der Karlsruher Energie und Klimaschutzagentur (KEK) umrahmt die Podiumsdiskussion mit einem Beratungsangebot für alle Interessierten von 16 – 17 sowie 19 – 20 Uhr,  ebenfalls in den Räumen des TRIANGEL am Kronenplatz.

Hintergrund:

Während die Raffinerie MiRO im Wesentlichen die Wärme für die Grundlast des Karlsruher Fernwärmebedarfs liefert, spielt das Kohlekraftwerk im Rheinhafen derzeit noch eine wichtige Rolle für die sogenannte Mittellast, also den erhöhten Wärmebedarf in der kälteren Jahreszeit. Im Rahmen des Kohleausstiegs soll RDK8 aber schon bald in die Netzreserve gehen. Für den regulären Bedarf kann es dann nicht mehr genutzt werden. Für den Ersatz seiner Wärmeleistung planen die Stadtwerke zweigleisig: Eine oder mehrere Flusswärmepumpe(n) sollen zum Einsatz kommen, solange der Strompreis den Betrieb rentabel macht. Steigt der Strompreis über eine kritische Marke, sollen stattdessen Gasmotoren angeworfen werden, die dann – befeuert zunächst mit fossilem Erdgas – gleichzeitig Wärme und Strom produzieren sollen. Beide Anlagen – Flusswärmepumpe und Gasmotoren – müssen erst noch gebaut werden.

In beiden Fällen kann der Bau mit Steuermitteln massiv gefördert werden, dennoch wäre die Investition eine große Herausforderung für die Stadtwerke. Aus der Sicht des Klimabündnisses stellen sich besonders kritische Fragen bei den Gasmotoren. Wird sich das Geld der Steuerzahler trotz steigender Gaspreise und CO2-Bepreisung jemals amortisieren? Hat der geplante Umstieg von fossilem Gas auf Wasserstoff in absehbarer Zeit überhaupt eine Chance, wenn Wasserstoff nicht nur sehr teuer, sondern auch sehr knapp sein wird? Werden die Gasmotoren nicht am Ende viel länger als geplant mit fossilen Gas betrieben werden und so die Klimakrise anheizen? Das Klimabündnis sucht mit der Podiumsdiskussion Antworten für eine verantwortliche Klimapolitik der Stadt Karlsruhe.

Location

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