Wir fürchten, dass die Welt zu Ende gehen wird. Diese Furcht gilt jedoch nicht nur ihrer physischen Zerstörung. Vielmehr spiegelt sie eine Krise des gemeinsamen Sinns, der Stabilität und der geschichtlichen Orientierung wider. Das, was wir gemeinsam haben, beginnt sich aufzulösen. In diesem Moment weicht das Nachdenken leicht der Angst, der Unsicherheit und der Verzweiflung. Diese Emotionen prägen unsere Wahrnehmung und formen schließlich unsere Wirklichkeit. Die Angst vor dem Weltuntergang bleibt nicht abstrakt, sondern nimmt historische Gestalt an. Die Verwüstungen der Weltkriege führten zu einem atomaren Unbehagen, das heute in Visionen eines ökologischen Kollapses und der Sorge um die planetarische Destabilisierung mündete. Die Zukunft erscheint uns immer unsicherer und zerbrechlicher. Wie schon Hamlet klagte: „Wie ekel, schal und flach und unersprießlich / Scheint mir das ganze Treiben dieser Welt!“ Wir trauern nicht nur um eine Welt, die verloren ist, sondern auch um Welten, die nie existiert haben und vielleicht nie entstehen werden. Angesichts dieser düsteren Aussichten stellt sich erneut die alte Frage: Was tun?
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