Die Erinnerung an ein Gebäude, an ein jüdisches Leben in Hamburg ist eng verbunden mit der Erinnerung an Verfolgung, Verlust und Shoah. Beides manifestiert sich in der Bornplatz-Synagoge im Hamburger Grindel-Viertel. Beides bestimmt den Diskurs darüber, was ein Wiederaufbau der Synagoge bedeutet.
Lange wurden zahlreiche Argumente ausgetauscht, Debatten geführt und Pläne erarbeitet. Im September steht die finale Entscheidung im Architekturwettbewerb zum Wiederaufbau an.
Was spricht für einen Neuaufbau eines Gotteshauses, und mit welchen Aspekten lässt sich eine Neuerrichtung der Synagoge in historisch angelehnter Architektur argumentieren? Was bedeuten Orte für unsere Erinnerung, insbesondere an das jüdische Leben in Hamburg? Was bedeutet es, wenn sich ein Stadtbild durch Zerstörung, Umbau und Neugestaltung von unseren Erinnerungen entfernt?
Darüber diskutieren der Autor, Szenograf und Theatermacher Michael Batz, Daniel Luchterhandt vom Büro Luchterhandt & Partner, das den Architekturwettbewerb durchführt, Karen Körber, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für die Geschichte der deutschen Juden, und Daphna Horwitz, Mitglied im Beirat der jüdischen Gemeinde.
Mit einem digitalen Grußwort von Daniel Sheffer, Initiator des Wiederaufbauprojekts und Vorsitzender im Stiftungsrat der Stiftung Bornplatz-Synagoge.
Es moderiert der Journalist Peter Helling.
Preisinformation:
Alle Veranstaltungen der Körber-Stiftung sind kostenlos, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich.