Wissen um 11: Von großen Worten und kleinen Gesten – Zum Umgang mit der Sammlung aus Namibia im Übersee-Museum
Vortrag von Silke Seybold
Die ethnografische Sammlung des Übersee-Museums umfasst um die 1500 Gegenstände aus Namibia. Viele der Artefakte wurden während der deutschen Kolonialzeit der Herkunftsgesellschaft entzogen und kamen direkt oder auf Umwegen nach Bremen. Der historische Kontext und die Frage, wie die Sammler sich die Dinge angeeignet hatten, spielte über Jahrzehnte in der Museumsarbeit keine Rolle. Mit Herbert Ganslmayr, dem Direktor des Übersee-Museums von 1975 bis 1989, wendete sich das Blatt. Er stieß nicht nur eine allgemeine Debatte zur Restitution an, sondern unterstützte auch in Bremen die antikoloniale Solidaritätsbewegung und die Gründung des Bremer Afrika Archivs.
Was ist seitdem mit und zu der Sammlung aus Namibia im Übersee-Museum passiert? Einblicke in die Nutzung und Präsentation der Sammlung, Impressionen von Kontakten mit Menschen aus Namibia und Informationen zur Provenienzforschung führen in dem Vortrag letztendlich zu der Frage: Was bedeutet das für die Zukunft? Hierzu werden – abgeleitet aus einer aktuellen Provenienzforschung zu einer Sammlung aus Togo und Ghana – Ideen und Wünsche skizziert.
Dieser Vortrag wird ausschließlich als Präsenzveranstaltung stattfinden.
Im Anschluss Spoken-Word-Performance im Ausstellungsbereich
💡„Wissen um 11“, die Wissenschaftsmatinee in Bremen, in der spannende und aktuelle Themen aus der Wissenschaft jeden Samstag um 11 Uhr in dreißig Minuten vorgestellt und gelegentlich gefilmt und auf unserem YouTube-Kanal veröffentlicht werden. Der Eintritt ist frei.
Mehr Infos hier: https://www.hausderwissenschaft.de/Von-grossen-Worten-und-kleinen-Gesten-Zum-Umgang-mit-der-Sammlung-aus-Namibia-im-Uebersee-Museum.html
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