Das sagt der/die Veranstalter:in:
Lessings Kopfkino
Oder wie aus Wörtern Bilder werden
Christine Schramm M.A., Uni Bamberg
Das Verhältnis von Wort und Bild ist Mitte des 18. Jahrhunderts ein heißes Eisen im Literaturdiskurs: Wie ist die Regel des antiken Dichters Horaz, „ut pictura poiesis,“ zu verstehen? Soll die Dichtung Bilder hervorbringen wie die Malerei? Lessing beteiligt sich an der Diskussion mit dem Aufsatz „Laokoon oder über die Grenzen der Malerei und Poesie“. Darin beschreibt er die Bilder, die das Lesen oder Hören eines guten Textes in unserer Vorstellung erweckt. Der große Unterschied zu allem Gemalten und Gemeißelten: Sie sind bewegt. Lessings Ideen und Beobachtungen nehmen ein Medium vorweg, das erst über 100 Jahre später erfunden wurde: den Film. Christine Schramm arbeitet in Bamberg als freie Texterin, Medienwissenschaftlerin und Autorin. Sie erforscht Resonanzen zwischen Ideen und später aufkommenden Medien. Bei Lessing findet sie eine ganze Reihe Anhaltspunkte dafür, dass der Film eine in unserer Art zu denken angelegte Brücke schlägt zwischen Text und Bild.
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