In the organizer's words:
Oscar Wildes erstes erzählerisches Werk Das Gespenst von Canterville beginnt ganz in der Tradition romantischer Schauerromane: Eine gut situierte amerikanische Familie erwirbt einen englischen Landsitz samt pflichtbewusst spukendem Gespenst. Doch Wilde dreht kurzerhand die Rollen um: Die neuen Eigentümer Cantervilles zeigen keinerlei Angst vor dem Geist, vielmehr torpedieren sie seine Spukversuche so lange, bis das Gespenst resigniert und beginnt, sich vor der Familie zu fürchten.
Schauspieler Matthias Matschke haucht mit Leichtigkeit und ironischem Witz Oscar Wildes Figuren Leben ein, während Musiker Stefan Weinzierl eine schaurig-schöne Klangkulisse erschafft.
Egal, ob man an Übernatürliches glaubt oder nicht – Oscar Wildes Persiflage auf Viktorianischen Zeitgeist und den beginnenden Kapitalismus in der neuen Welt ist humorvoll und berührend zugleich.
Foto: (C) Kulturmanagement Hamburg & Tom Wagner
Einlass: 16 Uhr
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