Nominiert für den Mülheimer Dramatikpreis 2026: "To My Little Boy" von Caren Jeß
Tiere spielen in den von lakonischem Witz und kritischer Weltoffenheit geprägten Stücken der norddeutschen Dramatikerin Caren Jeß (geb. 1985) öfter eine Rolle. „Bookpink“, das zu den 45. Mülheimer Theatertagen eingeladen war, war eine Sammlung von Vogel-Fabeln, mit „Die Katze Eleonore“ gewann sie 2023 den Mülheimer Dramatikpreis. Aaron, Held des jüngsten Jeß-Dramas „To My Little Boy“, kann sich auch als Erwachsener nicht von seinem Plüschschwein trennen. So gut er als Geologe über den prekären Zustand der Welt Bescheid weiß, so schwer tut er sich mit den privaten Dingen des Lebens. Am Ende hat er zwar sein Plüschschwein verloren, nicht aber die Hoffnung. Ein Stück über Freundschaft, Liebe und Bergbaumüll im späten Anthropozän. (Wolfgang Kralicek, Auswahlgremium "Stücke" 2026)
To My Little Boy
Held aus Polyester
Caren Jeß
In der Inszenierung des Thalia Theater, Hamburg
Mit: Cino Djavid, Torben Kessler, Cennet Voß
Regie: Marie Bues
Bühne: Heike Mondschein
Kostüme: Amit Epstein
Musik: Lila-Zoé Krauß
Dramaturgie: Nora Khuon
Sensible Inhalte: Thematisierung von Queerfeindlichkeit, Klimaangst
Sensorische Reize: stroboskopähnliche Lichteffekte
Alle Infos zum Stück und dem gesamten Programm der 51. Mülheimer Theatertage unter: stuecke.de
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