Für ihre Live-Shows ist die Band bekannt, die sich in einer Bar in den Schweizer Bergen nach dem Snowboarden kennenlernte und bereits auf dem SXSW, bei der ikonischen Radiostation KEXP in Seattle, auf dem Levitation Festival in Austin, dem Great Escape und dem Reeperbahn Festival spielte.
Auf «Out of Scale» haben Annie Taylor ihren Sound nochmals weiterentwickelt. Das erste Album «Sweet Mortality» machte die Band scheinbar aus dem Nichts international bekannt. Das zweite, «Inner Smile», nahmen sie in England auf; es war rauer, ehrlicher. Und jetzt haben sie ihren Stil nochmals geschärft. Jeder Song klingt anders und muss doch zwangsläufig auf den nächsten folgen. Auf verzerrte Gitarre und selbstermächtigenden Wut-Grunge folgt repetitive Psychedelia - und dann ein nachdenklicher Song, ruhig schon fast: irgendwo zwischen Courtney Barnett und Wet Leg.
Ein großer Teil der neuen Musik ist im Sommer entstanden, als Zürich fast leer war, weil alle in die Ferien verreisten. Sängerin Gini Jungi erinnert sich an den Geschmack von Sonnencréme und Salz auf ihrer Haut. An Sommerkleider. Und an unendlich viel Zeit zum Nachdenken. Manchmal fühlte sich das gut an, dann, wenn sich eine Nacht ohne Plan entwickelte, im Limbo, und sie trotzdem eine krasse Klarheit spürte. Manchmal saß sie aber auch auf ihrem Teppich in der Wohnung, fühlte sich allein, spielte Gitarre, spürte Verlust, aber auch Dankbarkeit.
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