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Demonstration zum 8. März // Startpunkt: Bochum Hbf (Buddenbergplatz)

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FAUCHEN STATT FÜGEN – WE ARE STILL LIVING FEMINISM

Gemeinsam gegen Antifeminismus, patriarchale Gewalt und faschistische Rollbacks!

Im März ist es wieder Zeit für lauten, solidarischen und unbeugsamen Widerstand. Weltweit erleben wir massive Angriffe auf FLINTA* – also Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre und agender Personen, eingebettet in eine autoritäre Formierung der Gesellschaft, die in unser aller Leben spürbar ist. Antifeminismus, patriarchale Gewalt und autoritäre Rollbacks sind längst keine Ausnahmen mehr. Sie sind Teil eines organisierten, ideologisch vernetzten und zutiefst gefährlichen Angriffs.

Wir erleben einen autoritären Vormarsch, der Antifeminismus gezielt als politische Waffe einsetzt. Rechte, Selbstbestimmung und Leben werden angegriffen und Gewalt, Hetze und reaktionäre Politik systematisch vorangetrieben. Antifeminismus wird strategisch dafür eingesetzt, bestehende Machtverhältnisse zu sichern und autoritäre Politik durchzusetzen. Indem feministische Kämpfe zum Feindbild erklärt werden, werden gesellschaftliche Konflikte nach unten getreten und reale Ursachen von Krisen verschleiert. Angst und Hass dienen dazu, Gewalt zu legitimieren, Widerstand zu delegitimieren und Kontrolle über Körper, Beziehungen und Lebensweisen auszuüben. Antifeminismus ist dabei kein Nebenprodukt, sondern ein tragendes Element eines Systems, das von Ungleichheit, Ausbeutung und Unterordnung lebt und das jede emanzipatorische Bewegung bekämpft, die diese Verhältnisse infrage stellt.

Diese Strategie wirkt, weil Antifeminismus anschlussfähig ist. In einer von Krisen geprägten Zeit bietet er scheinbar einfache Antworten, schafft gemeinsame Feindbilder und verbindet so bürgerlich-konservative Kräfte mit offenem Faschismus. Als ideologisches Bindeglied bereitet er den Boden für Ausgrenzung, Entrechtung und Gewalt und dient als Türöffner für die systematische Rücknahme erkämpfter feministischer Errungenschaften. Weltweit geraten FLINTA*, queere Menschen und feministische Kämpfe dadurch zunehmend unter Beschuss.

Unsere Antwort darauf ist klar: kollektiver Widerstand. Jetzt ist die Zeit, uns dem entschieden entgegenzustellen – laut, solidarisch und gemeinsam.

Wir treten dem entgegen – we are still loving feminism!

Was als ideologische Hetze beginnt, endet in Gewalt. Weltweit erstarken rechte und faschistische Bewegungen, die feministische Errungenschaften delegitimieren und patriarchale Rollenbilder als vermeintliche Ordnung propagieren. Antifeministische Hetze richtet sich gezielt gegen unsere körperliche Autonomie, unsere Freiheit und unsere Existenzrechte. Sie verschränkt sich mit Rassismus, Queerfeindlichkeit und Nationalismus – und bedroht all das, wofür feministische Bewegungen über Jahrzehnte gekämpft haben.

Auch wenn keine genauen Zahlen vorliegen, geht man davon aus, dass weltweit alle 10 Minuten ein Feminizid geschieht, also eine Frau ermordet wird, WEIL sie eine Frau ist. Im Bundeslagebild zur „Geschlechtsspezifischen Gewalt gegen Frauen“ des Bundeskriminalamt (BKA) wurden 2023 360 FLINTA Opfer eines Feminizid. So wurde Dezember 2024 Michaela in Bochum von ihrem Ehemann ermordet, wenig später im Februar starb Sara in Dortmund – erstochen von ihrem Ex-Freund. Diese Frauen haben Namen und Familien und sie fehlen in unserer Mitte. 

Wir fauchen gegen:

  • den aufkeimenden Antifeminismus im nationalen und internationalen Kontext als festen Bestandteil faschistischer und autoritärer Bewegungen,
  • patriarchale Gewalt und Feminizide, die weltweit tagtäglich Leben zerstören,
  • die Ignoranz von Justiz und Politik gegen Feminizide und die Verharmlosung patriarchaler Gewalt, 
  • Hass, Hetze und Gewalt gegen Frauen, FLINTA* und queere Menschen,
  • Angriffe auf sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung – insbesondere auf das Recht auf sichere, legale und selbstbestimmte Abtreibung,
  • reaktionäre Politik, die Rechte abbaut, Kontrolle ausweitet und marginalisierte Gruppen angreift
  • ein System, das von Ausbeutung und Ungleichheit lebt und alles bekämpft, was diese Verhältnisse infrage stellt.

Wir stehen ein für:

  • feministische Solidarität über Grenzen hinweg,
  • Schutz, Unterstützung und Sichtbarkeit für Betroffene patriarchaler Gewalt,
  • körperliche Autonomie und die freie Entscheidung über den eigenen Körper,
  • eine gerechte Gesellschaft, in der alle Menschen unabhängig von Geschlecht, Identität, Herkunft oder sexueller Orientierung selbstbestimmt leben können.

Wir fügen uns nicht, wir fauchen! Wir lassen nicht zu, dass unsere Stimmen zum Schweigen gebracht werden: we are still living feminism! Wir lassen nicht zu, dass unsere Rechte ausgehöhlt werden. Wir akzeptieren keine weitere Normalisierung von Gewalt, Hass, Hetze und autoritärem Rollback.

Die Feministischen Aktionswochen Bochum sind Räume des Widerstands, des Lernens, des Austauschs und der Solidarität: mit Demonstrationen, Workshops, Lesungen und vielfältigen Aktionen. Kommt zusammen, bringt eure Wut, eure Kämpfe und eure Hoffnung mit – denn Gerechtigkeit wird nicht gegeben, sie wird erkämpft!

Raus zum feministischen Kampftag! Raus zum 08.03.2026!

Start 15 Uhr, Buddenbergplatz (Hinterausgang Hauptbahnhof)

Location

Bochum Öffentlicher Platz

Organizer | Veranstaltungsreihe

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