Ein Banküberfall in Brooklyn läuft aus dem Ruder und entwickelt sich zu einer Belagerung, die Polizei, Medien und Schaulustige anzieht. Die Räuber Sonny und Sal sitzen fest, Geiseln eingeschlossen, die Forderungen wechseln – und je länger der Tag dauert, desto stärker verschwimmen die Grenzen zwischen Täter und Opfer.
Der Film basiert lose auf einem realen Banküberfall aus dem Jahr 1972, dessen Details – besonders die persönliche Motivation des Anführers Sonny – damals landesweit diskutiert wurden. Drehbuchautor Frank Pierson konzentrierte sich weniger auf die kriminalistische Abfolge der Ereignisse als auf ihre psychologische und soziale Dimension. Sein oscarprämiertes Drehbuch verzichtet auf klare moralische Zuordnungen. Regisseur Sidney Lumet, der seine Karriere im Live-Fernsehen begonnen hatte, inszenierte den Stoff mit präziser Beobachtung und fast dokumentarischer Unmittelbarkeit. DOG DAY AFTERNOON entstand zu einer Zeit, in der das New Hollywood die Konventionen des US-amerikanischen Studiosystems aufbrach. Herausgekommen ist ein Film, der formale Präzision mit Gesellschaftsanalyse verbindet und eine reale Begebenheit in ein Drama über öffentliche Wahrnehmung, Identität und Ohnmacht verwandelt.
Der Film wird am 30.4. um 20 Uhr (ohne Einführung) ein weiteres Mal gezeigt.
Einführung am 28.4.: Philipp Hanke (Filmmuseum)
Preisinformation:
Eintrittspreise 7 Euro · ermäßigt 5 Euro · mit Black-Box-Pass 4 Euro · Kartenreservierung Tel 0211 - 8992232
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