Multimoni und Jens Heller – ENTROPIA
Vernissage 23.04.26, 18:00 bis 21:00 Uhr
23.04. – 06.06.2026 artrelations Galerie
Die beiden Künstler Multimoni und Jens Heller zeigen in der Ausstellung ENTROPIA eine Welt, die aus den Fugen geraten ist. Der Titel bezieht sich auf das Konzept der Entropie: ein Maß für Veränderung, Zerfall und Transformation. In den gezeigten Arbeiten wird dieses Prinzip nicht nur als wissenschaftliche Idee, sondern als poetischer Zustand verstanden. Die Werke setzen sich mit den Themen Natur, Tier und Mensch auseinander. Welche Folgen haben menschliche Aktivitäten auf die Natur? Fungiert der Mensch als Zerstörer oder Gestalter seiner Umwelt? Welche Lösungsansätze für eine friedliche Koexistenz kann es geben? Die Ausstellung ENTROPIA versammelt Malereien, die sich mit dem Zustand des Übergangs beschäftigen – mit Momenten, in denen Ordnung langsam in Unordnung übergeht und sich dennoch neue Strukturen bilden.
Die 1967 in Oldenburg geborene Künstlerin Monika Duhme benutzt seit 1997 den Künstlernamen Multimoni. Dieser Name steht für ihre erfolgreiche Arbeit in verschiedenen künstlerischen Gattungen und für das Spiel mit unterschiedlichen Rollen, in die die Künstlerin, zur Verwirrung des Publikums, gerne schlüpft. Ihre Werke zeigen immer wieder die unterschiedlichsten Tiergattungen in eindringlichen Posen. Menschen, wenn Sie denn vertreten sind, wirken da eher störend. Multimoni arbeitet dabei mit verschiedenen Techniken, wie Acryl auf Leinwand oder Tuschezeichnung. Seit 2019 arbeitet Multimoni in Los Abrigos/Teneriffa und Berlin. Multimoni ist auch die Inhaberin und der kreative Kopf der Berliner Schmuckmarke TomShot.
Jens Heller, geboren 1966 in Oldenburg, arbeitet rein formal gesehen figurativ, sehr klassisch und realistisch. Sein Ziel ist es die Oberfläche des Bildes so glatt wie möglich zu halten, sich in eine klassische Tradition der Bildherstellung einzureihen. So fertigt er seine Gemälde in Öl auf Leinwand. Auch wenn ein exakt gearbeiteter Faltenwurf oder ein Federkleid zuerst an alte Meister denken lassen, bei dystopisch wirkenden brennenden Landschaften oder Fröschen in grellen Latexanzügen ist aber klar, dass dies sehr moderne und abstrakte Arbeiten sind.
Entropie im Alltag zeigt sich überall dort, wo Unordnung zunimmt: Ein aufgeräumtes Zimmer wird unweigerlich unordentlich, Eis schmilzt zu Wasser, um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Entropie in der Philosophie verfolgt den Ansatz, dass unsere aktuelle Epoche aufgrund von Energieverschwendung, Verlust an Biodiversität, Schrumpfen der Gletscher, Krieg und sozialer Desorganisation weiter massiv an immer größeren Problemen leiden wird. Entropie kann auch positiv gelesen werden, in dem Sinne, dass Veränderung eine grundlegende Kraft jeder Form von Leben und Gestaltung ist. Wir Menschen streben nach Stabilität, und müssen daher versuchen die Zukunft zu gestalten - ENTROPIA versteht Chaos nicht als Ende, sondern als produktiven Zustand und lädt den Betrachtenden dazu ein, die Zukunft mitzugestalten.
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