Eine Ausstelung der Künstlergruppe FotoSurreal.
Für den Wunsch, den eigenen Blick von der „Realität“ (die ja bekanntlich ohnehin für jede/n eine andere ist) unabhängig zu machen, kann es viele Gründe geben. Im einfachsten Fall: Ich möchte die Stimmung mitteilen können, die das Motiv bei mir ausgelöst hat. Oder: Die Realität gefällt mir nicht, und ich möchte einen Gegenvorschlag machen. Oder: Das Immergleiche ist mir langweilig, und ich möchte einfach Abwechslung. Oder: Die Realität gibt sich harmlos, hat aber dunkle Unterströmungen, die ich sichtbar machen möchte.
Glücklicherweise ist auch die Kamera nicht an das Vorgefundene gebunden: Die Techniken, mit denen Verfremdung hergestellt werden kann, sind vielfältig und stehen in der Aufnahmesituation selbst zur Verfügung oder bei der Nachbearbeitung. Sie können über Belichtung, Filter oder Montage zustande kommen und erzeugen dann jeweils andere Wirkungen. Die Ausstellung bietet einen Überblick über die Vielzahl der vorhandenen Möglichkeiten, sowohl bei Studio-Fotografie als auch bei Außenaufnahmen, vom Makro- bis zum Weitwinkelbereich, von Stillleben bis zu Stadtansichten und Straßenszenen.
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Astrid Jasse ist eine Berliner Fotografin und Gestalttherapeutin. In ihrer Serie Bahnhöfe – Atmosphärisches zwischen Wunsch und Wirklichkeit setzt sie sich mit dem visuellen Stil unserer öffentlichen Gebäude auseinander und fragt nach den kommunikativen Möglichkeiten der Menschen, die sich täglich in diesen Räumen bewegen.
Markus Rohde ist 1966 in Berlin geboren und seit 42 Jahren fotografisch aktiv. Er interessiert sich für die fotografische Umsetzung seiner Eindrücke und Fantasien, die Transformation der Realität. Seine Serie Verwandlungen beschäftigt sich mit genau diesen Themen. Durch Licht und Schatten bekommen Flächen Muster, massive Wände werden transparent, was schwer erscheint, wird leicht.
Karl Gerdom 1963 in Ostwestfalen geboren, ist studierter Naturbeobachter und Brillenträger. Er setzt sich schon früh mit der fotografischen Darstellung von Materie auseinander. Farbkontraste und präzise kontrollierte Unschärfen bilden dabei den Schwerpunkt seines Interesses an angewandter Lichtmalerei. Er zeigt Arbeiten aus den Serien LIGHTS und FRUITS, die durch Techniken wie farbliche Lichtbündelung und Zoom einen gewollten Interpretationsspielraum erzeugen.
Andrea Utecht-Gralka ist 1972 in Berlin geboren, arbeitet seit zwei Jahren aktiv in der ICM-Fotografie. Ihre Serie Zwischenstand entstand im Winter 2025 und beschreibt einen Moment zwischen Bewegung und Stillstand, zwischen Mensch und Raum, zwischen Realität und Abstraktion. In der Serie erscheint der Mensch nicht als Mittelpunkt, sondern als Teil des urbanen Raums und seiner architektonischen Struktur. Menschen werden zu Schatten, Silhouetten oder flüchtigen Bewegungen, die sich mit Linien und Flächen der Architektur verbinden.
Monika Milczewski, 1970 geboren, ist eine freischaffende Berliner Künstlerin mit fotografischem Hintergrund. Über viele Jahre arbeitete sie freiberuflich im Bereich der Portrait- und Aktfotografie und begleitete Menschen mit der Kamera in sehr persönlichen und intensiven Momenten. Diese Zeit prägte ihren Blick für Ausdruck, Körperlichkeit und feine Zwischentöne. Im Jahr 2019 kehrte sie bewusst zur freien bildenden Kunst zurück und widmete sich zunächst vollständig der abstrakten Kunst. In dieser Phase trat die Fotografie in den Hintergrund, um Raum für neue künstlerische Entwicklungen zu schaffen.
Frank Schmoller ist ein Berliner Hobbyfotograf, der seit seiner Jugend fotografiert. Damals hat er seine Filme selbst entwickelt, heute experimentiert er mit Techniken der Computer-Bildbearbeitung. Die Fotos seiner Serie wurden im Februar 2026 am Potsdamer Platz aufgenommen.
Ronzhas alias Roland Bauch wandelt in seinem Projekt Datenstrahlen Teile alter Computertechnik der letzten fünf Dekaden in Lichtskulpturen um. Dabei sind die entstehenden Lichteffekte meinst unvorhersehbar, verfremden den ursprünglichen Einsatzzweck und regen die Fantasie an.
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