Haus-Geschichten #2

Das sagt der/die Veranstalter:in:
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren die Sophien-Säle (historische Schreibweise) im damaligen Handwerkervereinshaus ein Ort für Bildung, Kultur und politische Versammlungen – eng verbunden mit der Geschichte von Arbeiter*innenbewegungen und kollektiver Organisierung. Nach Verbot des Vereins, Insolvenz und Zwangsversteigerung des Gebäudes wurde dieser Ort in der NS-Zeit in ein System von Gewalt und Ausbeutung eingebunden: In den Gebäuden der heutigen Sophiensæle befand sich ein Lager für Zwangsarbeiter*innen. Viele von ihnen stammten aus den von Deutschland besetzten Gebieten Osteuropas, insbesondere aus der Ukraine.

Die Haus-Geschichten sind ein Gesprächsformat in den Sophiensælen, das von der Geschichte des Hauses ausgeht und mit Fragen der Gegenwart verbindet. In der zweiten Ausgabe laden wir dazu ein, mit Gästen ins Gespräch zu kommen – über die Geschichte der Zwangsarbeit in den Sophiensælen während der NS-Zeit sowie über den Umgang mit diesen Erinnerungen heute.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Ukrainian Memory Week von Vitsche e.V. statt, die aus dem Bedürfnis der ukrainischen Community in Deutschland entstanden ist, Raum für ukrainische historische Erfahrungen in der europäischen Erinnerungskultur zu schaffen – verstärkt durch die russische Invasion 2022 und einschließlich der Erinnerung an Ukrainer*innen im Zweiten Weltkrieg.

Location

Sophiensæle
Noch mehr Events dieser Location-Page Sophiensæle

Hol dir jetzt die Rausgegangen App!

Sei immer up-to-date mit den neuesten Veranstaltungen in Berlin!